Mangel an proaktiven Strategien Boomi-Studie zeigt: Globale Cloud-Kosten steigen weiter an

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine im Auftrag des Integrations- und Automatisierungsspezialisten Boomi durchgeführte Forrester-Studie zeigt, dass die globalen Cloud-Kosten weiter zunehmen. Viele Unternehmen scheitern demnach daran, Transparenz auf der Architekturebene zu erlangen.

Die globalen Cloud-Kosten steigen weiter an, wie eine aktuelle Studie im Auftrag von Boomi belegt. (Bild:  Gerd Altmann)
Die globalen Cloud-Kosten steigen weiter an, wie eine aktuelle Studie im Auftrag von Boomi belegt.
(Bild: Gerd Altmann)

Für die im Dezember vergangenen Jahres durchgeführte StudieCloud Costs Are Out Of Control: Integration and Modernization Can Help Rein Them In“ wurden 420 Entscheidungsträger für Cloud- und Echtzeitdaten aus verschiedenen Branchen, Unternehmensgrößen und Regionen befragt. Sie zeigt, dass Unternehmen mit unkontrollierten und oft verschwenderischen Cloud-Ausgaben zu kämpfen haben. Taktiken zur Kostensenkung werden dabei oft zu spät oder ohne ein vollständiges Bild der Umgebung eingeführt.

Fast drei Viertel der Firmen (72 %) haben im vergangenen Geschäftsjahr ihre Cloud-Budgets überschritten. Obwohl viele Führungskräfte (65 %) CCMO-Taktiken („Cloud Cost Management and Optimization“) bereits frühzeitig im Cloud-Entwicklungsprozess Priorität einräumen, fehlt es den meisten Unternehmen an proaktiven Strategien auf der früheren Architekturebene. Nur 6 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Strategien zur Senkung der Cloud-Kosten so proaktiv wie möglich sind.

Fehlende Strategien und andere Hürden

Lösungsansätze für häufige Probleme wie übermäßiger Speicherplatz (52 %), fehlende Integrationsstrategie (44 %) und zu hohen Bandbreitenverbrauch (42 %) finden sich nur in knapp der Hälfte der Unternehmen. Datenverwaltung, Gebührenlandschaft sowie Zeit- und Ressourcenaufwand für Erstellung und Pflege von App-Integrationen gelten hinsichtlich der Verfolgung der Cloud-Kosten als wesentliche Problemfelder.

„Mehr als die Hälfte (56 %) glaubt, dass ihre CCMO-Empfehlungen nur so gut sind wie die Daten, die ihr Unternehmen liefern kann. Dennoch haben 40 Prozent Schwierigkeiten, das Grundproblem ihrer verschwenderischen Cloud-Ausgaben zu lösen“, erklärt Ed Macosky, Chief Product & Technology Officer von Boomi. Das Problem sei, dass die Integration als eine separate Einheit betrachtet werde, obwohl sie eigentlich ein erhebliches Potenzial habe, als Kontrollschicht bei der Berechnung der Cloud-Kosten zu fungieren.

Steigende Komplexität in Sicht

Die Studie zeigt zudem, dass Cloud-Workloads und -kosten in den kommenden beiden Jahren wahrscheinlich noch mehr zunehmen werden. So erwarten die Studienteilnehmer, dass besonders die Bereiche IT-Ops (54 %), hybride Arbeit (50 %), Softwareentwicklung (45 %) und digitale Erfahrungen (44 %) schnell weiter zulegen.

Zwei Drittel der Befragten (67 %) sind der Meinung, dass eine Integrationsplattform zur Verbindung von Anwendungen, Daten und Menschen einen entscheidenden Faktor für höhere Cloud-Effizienz und niedrigere Ausgaben bereits in der Phase der Lösungsarchitektur darstellt. Über die Hälfte (59 %) der Nutzer von Integrationsplattformen als Service (iPaaS) berichten von effektiverem Cloud-Kostenmanagement, verbesserter Datentransparenz und Berichtsmöglichkeiten (56 %) sowie von einer verbesserten Governance der Cloud-Ausgaben (50 %).

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