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ITB: Was wird sich an den Vertriebsgebieten ändern?
Gärtner: Die Übernahme ist auch deswegen ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte, weil wir durch das bestehende Comarch-Vertriebsnetz die Internationalität ausbauen können. In unserer Kernzielgruppe für Semiramis, dem gehobenen Mittelstand, treffen wir oft auf Kunden, die international aufgestellt sind. Bislang waren wir in sechs verschiedenen Ländern präsent, künftig sind es 16 Länder. Davon profitiert auch unser Channel, denn durch unsere Internationalität lassen sich diese Kunden besser betreuen. Ein Beispiel: Einer unserer Partner hat eine Branchenlösung für die Automobilzuliefererindustrie auf Semiramis-Basis entwickelt. Das ist ein bodenständiges Unternehmen aus Baden-Württemberg, dem es sehr gelegen kommt, dass wir es beim Support für seine internationalen Kunden in vielen Ländern unterstützen können.
ITB: Welche Änderungen ergeben sich durch die Übernahme im Produktportfolio?
Gärtner: Die Comarch-Gruppe hat 120 eigene Produkte im Stall, von denen natürlich nicht alle in das SoftM-Portfolio passen, wie zum Beispiel die Lösungen für Telekommunikationsunternehmen und Banken. Wie SoftM hat auch Comarch verschiedene Angebote in der Systemintegration im Portfolio, im Bereich Hardware, Middleware und Datenbanken, darunter auch Oracle. Hier werden auch wir unser Angebot ausbauen. Zudem betreibt Comarch in Krakau und Warschau zwei Level-4-Rechenzentren, so dass wir künftig auch Datacenter-Dienste anbieten können. Besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht auch die EDI-Plattform von Comarch, die für unsere ERP-Kundschaft sehr interessant sein kann.
ITB: Wie kann man sich diese EDI-Plattform vorstellen?
Gärtner: Dabei handelt es sich um eine Plattform für den Austausch von Daten in genormten Geschäftsvorfällen. Wenn beispielsweise Rechnungen oder Bestellungen zwischen zwei Unternehmen medienbruchfrei und vollelektronisch ausgetauscht werden sollen, geschieht dies über eine EDI-Plattform. Comarch kann hier mit großen Referenzkunden aufwarten, beispielsweise Metro. In dieser Liga spielen in Deutschland bislang nur zwei oder drei Wettbewerber.
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