Auf dem Cisco Partner Summit in Los Angeles wurde eine tiefgreifende Umstellung des Partnerprogramms vorgelegt. José Van Dijk, Channelchefin EMEA bei Cisco, erläutert die Neuerungen.
„Die Bereitschaft für KI ist eher im Kopf als in der Realität vorhanden“, meint José Van Dijk, Channelchefin EMEA bei Cisco.
(Bild: Cisco)
Cisco erzielt mittlerweile fast 90 Prozent seines Umsatzes über Partner – und das Kerngeschäft hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Zeiten, in denen der Netzwerk-Gigant primär auf den Verkauf von Switches, Gateways und Routern setzte, sind längst passé. Heute stehen zunehmend Software und Service im Mittelpunkt, während der reine Produktverkauf an Bedeutung verliert. Gemeinsam mit Partnern will Cisco nun Unternehmen dabei unterstützen, die notwendigen Infrastrukturen für die Digitale Transformation und KI-gestützte Zukunft bereitzustellen.
Neuer Partner Value Index
Um den Wert seiner Partnerbeziehungen neu zu definieren, hat wurde das Cisco 360 Partnerprogramm ins Leben gerufen. Zukünftig wird das Unternehmen den Erfolg seiner Partner mit einem neuen „Partner Value Index“ messen. Dieser Index bewertet, wie gut Partner ihre Kunden in allen Phasen und Geschäftsmodellen begleiten – von der Infrastrukturmodernisierung bis hin zu Managed Services. Das bisherige Stufenmodell wird durch zwei Titel ersetzt: Cisco Partner und Cisco Preferred Partner. Diese neuen Partnerklassifizierungen können auch auf spezifische Kompetenzen wie Sicherheit oder Netzwerktechnologie zugeschnitten werden, was die Marktpräsenz und Sichtbarkeit der Partner stärken soll. Die Umstellung erfolgt stufenweise über die nächsten 15 Monate, mit einer finalen Implementierung im Februar 2026. In dieser Zeit werden schrittweise neue Elemente hinzugefügt und getestet, um Partner und Distributoren umfassend zu informieren und zu unterstützen. „Das neue Cisco 360 Partnerprogramm macht deutlich, wie wir Partner bewerten, welche Leistung wir erwarten und welche Technologien eingesetzt werden“, erklärt José Van Dijk, die seit einem Jahr den Posten der EMEA-Channelchefin bei Cisco bekleidet. „Unser Ziel ist es, mit Echtzeit-Performance auf der Partner Experience Platform (PXP) mehr Transparenz zu schaffen und die Programme zu vereinfachen.“ Van Dijk plant zudem einen verstärkten Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie auf Managed Services.
KI-Spezialisierung
Cisco hatte in der Vergangenheit bereits punktuelle Anpassungen an seinen Partnerprogrammen vorgenommen, um auf technologische Entwicklungen zu reagieren. Der Shift von klassischen Netzwerkprodukten hin zu Software und Dienstleistungen spiegelt sich nun auch im neuen Partnerprogramm wider, das in Form des Partner Value Index messbare Anreize bietet. Eine Abkehr von bisherigen Architektur-Spezialisierungen hin zu Lösungs-basierten Spezialisierungen ist deshalb Teil des Programms. Auf dem Summit wurde auch die erste Spezialisierung für KI vorgestellt. „Möchte man sich auf eine bestimmte Technologie spezialisieren und ein Preferred Partner werden oder breiter aufgestellt sein und in verschiedene Bereiche investieren? So kann jeder Partner selbst entscheiden, welchen Weg er einschlagen möchte, denn nicht jeder Partner will alle Architekturen abdecken. Genau das hatte in der Vergangenheit oft zu mehr Komplexität geführt,“ erläutert Van Dijk.
80 Millionen Dollar für Schulungen
Cisco unterstützt die strategische Neuausrichtung mit Investitionen in Höhe von 80 Millionen US-Dollar. Der Großteil – 60 Millionen Dollar – fließt in die Schulungs- und Zertifizierungsplattform Cisco U. Zusätzlich stehen 20 Millionen Dollar für vierteljährliche Schulungen bereit, die zentrale Themen wie Netzwerksicherheit, Infrastrukturmanagement und Künstliche Intelligenz abdecken. „Die Bereitschaft für KI ist eher im Kopf als in der Realität vorhanden“, bemerkt Van Dijk. „Es gibt noch viel zu tun in diesem Bereich. Doch wir werden das gemeinsam mit unseren Partnern vorantreiben und spezielle Programme anbieten, um sie auf KI vorzubereiten.“
Plug-and-Play-Lösungen
Auf dem Summit präsentierte Cisco auch seine neuesten Plug-and-Play-Lösungen, darunter die UCS C885A M8 Server, die für KI- und GPU-intensive Aufgaben konzipiert wurden, sowie skalierbare, vorkonfigurierte AI-PODs, die mit Nvidia-Technologie arbeiten. Der Server wird von Cisco Intersight verwaltet, einem Cloud-basierten Software-Paket, mit dem sich verschiedenste Systeme zentral steuern lassen – von Kubernetes-Containern über Anwendungen und Server bis hin zu hyperkonvergenten Umgebungen. Diese neuen Systeme sollen Unternehmen helfen, KI zu adaptieren, ohne ihre operative Komplexität zu steigern „Wenn es darum geht, die Rentabilität unserer Partner zu maximieren, sehen wir dies als eine fortlaufende Lernreise, die unsere Partner befähigt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und erfolgreich zu sein,“ fasst Van Dijk die Zielrichtung des 360-Programms zusammen. „Unser Engagement, die richtigen Ressourcen und die passende Unterstützung bereitzustellen, stellt sicher, dass unsere Partner alles haben, was sie brauchen, um erfolgreich zu wachsen.“
Besonderes Augenmerk legt Cisco auch auf hochspezialisierte Partner. Diese Partner generieren zwar oft nicht die höchsten Umsätze, besitzen aber durch ihre Ausrichtung und intensive Kundenbetreuung einen erheblichen Wert für Cisco. Bisher wurden sie jedoch in den Programmen nicht ausreichend berücksichtigt. Mit dem 360 Partnerprogramm soll sich das nun ändern und spezialisierte Partner gezielt gefördert werden. Mit dem neuen Ansatz zeigt sich Cisco in L.A. optimistisch, dass die Mehrzahl der Partner die neue Strategie begrüßen und erfolgreich mittragen wird.
Stand: 08.12.2025
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