Trotz Börsenaufschub ChatGPT-Gründer OpenAI wächst weiter kräftig

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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OpenAI peilt laut Bloomberg bis Ende 2026 einen hochgerechneten Jahresumsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar an. Das Wachstum soll vor allem aus dem Geschäft mit Unternehmen kommen. Zugleich wirbt der ChatGPT-Anbieter um 30 Milliarden Dollar.

OpenAI wächst kräftig weiter und peilt bis Ende 2026 einen Jahresumsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar an. (Bild:  Gemini / KI-generiert)
OpenAI wächst kräftig weiter und peilt bis Ende 2026 einen Jahresumsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar an.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Der ChatGPT-Anbieter OpenAI peilt Kreisen zufolge bis Ende 2026 einen auf das Jahr hochgerechneten Umsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar an. Ende September habe der auf ein Jahr hochgerechnete Umsatz einer kürzeren Periode noch bei 50 Milliarden Dollar gelegen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Zuwachs soll vor allem durch das anziehende Geschäft mit Unternehmen kommen.

Diese Zahlen nannte OpenAI dem Bericht zufolge in Gesprächen mit Investoren im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde. Dabei will das Unternehmen, das einer der Pioniere bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) ist, rund 30 Milliarden Dollar einsammeln. Bei den Verhandlungen mit Investoren beziffert OpenAI den eigenen Unternehmenswert auf 1,4 Billionen Dollar. Im März hatte das Unternehmen 122 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 850 Milliarden Dollar eingesammelt.

Am Donnerstag hatte ein „FT“-Bericht über den auf das Jahr projizierten Jahresumsatz von 50 Milliarden Dollar Stand Ende September für Verunsicherung bei Tech-Investoren gesorgt. Viele Experten hatten einen höheren Wert um die Marke von 70 Milliarden Dollar auf dem Zettel, zumal der hochgerechnete Jahresumsatz des OpenAI-Konkurrenten Anthropic, der das ChatGPT-Konkurrenzprodukt Claude entwickelt hat, bereits Ende Juli bei 65 Milliarden Dollar gelegen haben soll.

Dem „FT“-Bericht zufolge geht die Diskrepanz zwischen der Erwartung einiger Analysten beim OpenAI-Umsatz zu dem auf Basis der September-Daten errechneten Jahresumsatz und den Anthropic-Zahlen auf unterschiedliche Ansätze des Geschäfts mit Cloud-Anbietern bei der Errechnung der Kennziffer zurück.

Stark wachsende Unternehmen wie die beiden KI-Anbieter verwenden die Kennziffer des hochgerechneten Jahresumsatzes, um die Dynamik ihres Geschäfts zu demonstrieren. Normalerweise wird der Umsatz eines Monats mal zwölf genommen.

Anthropic und OpenAI buhlen derzeit um die Gunst der Investoren. Beide wollen an die Börse gehen. Während OpenAI die Pläne für dieses Jahr unter anderem wegen Sicherheitsbedenken auf Eis legte, peilt Anthropic weiter die Platzierung von Aktien an der Börse an. Dabei wird nach Informationen von Bloomberg eine Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar in Betracht gezogen. Bei einer Finanzierungsrunde im Mai wurde Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet.

Viele Experten halten die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen für übertrieben, zumal die Unternehmen nach wie vor tief in den roten Zahlen stecken. Selbst die hohen Wachstumsraten rechtfertigen nach Einschätzung der Kritiker solch hohe Bewertungen nicht.

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