AMD Instinct MI210 CDNA-2-Beschleuniger als PCIe-Karte

Von Klaus Länger

Mit der Instinct MI210 ist nun AMDs erster CDNA-2-Beschleuniger als PCIe-Karte für das Datacenter verfügbar. Die GPU-Karte mit 64 GB HBM2e ist für HPC- und KI-Workloads im Datacenter bestimmt und soll schneller sein als Nvidias A100.

Anbieter zum Thema

Die Beschleunigerkarte Instinct MI210 von AMD basiert auf der Aldebaran-GPU mit CDNA2-Architektur, die der Hersteller bereits bei den OCP-Accelerator-Modulen MI250 und 250X einsetzt.
Die Beschleunigerkarte Instinct MI210 von AMD basiert auf der Aldebaran-GPU mit CDNA2-Architektur, die der Hersteller bereits bei den OCP-Accelerator-Modulen MI250 und 250X einsetzt.
(Bild: AMD)

Laut AMD ist die Datacenter-Beschleuniger-Karte Instinct MI210 ab sofort verfügbar. Die PCI-Express-Gen4-Karte basiert ebenso wie ihre leistungsfähigeren Schwestermodelle Instinct MI250 und MI250X auf der CDNA-2-Architektur. Allerdings sind die letzteren beiden Modelle als OCP-Accelerator-Module (OAM) im Mezzanine-Formfaktor weniger für das Datacenter, sondern eher für Supercomputer oder die Rechenzentren der Hyperscaler bestimmt.

Während auf den OAM-Modellen gleich zwei gekoppelte Aldebaran-Chips arbeiten, sitzt auf der Karte nur ein 6-nm-Chip mit 104 Compute Units und 6.665 Shadern. Mit der Matrix-Core-Technologie als Teil der CDNA-2-Architektur soll die MI210 bei vielen HPC-Anwendungen eine besonders hohe Leistung liefern und Nvidias bisheriges Spitzenmodell A100 klar überflügeln. Die passiv gekühlte Karte mit 300 Watt TDP ist mit 64 GB HBM2e bestückt. Die Speicherbandbreite soll bei bis zu 1,6 TB/s liegen. Drei Infinity-Fabric-Links mit jeweils 100 GB/s ermöglichen die Verbindung von zwei oder vier Karten in einem GPU Hive.

Die passiv gekühlte PCIe-Gen4-Karte AMD Instinct 210 ist mit 64 GB HBM2e bestückt.
Die passiv gekühlte PCIe-Gen4-Karte AMD Instinct 210 ist mit 64 GB HBM2e bestückt.
(Bild: AMD)

ROCm-Software-Plattform

Mit der Verfügbarkeit der Instinct-MI-200-Beschleuniger hat AMD die Open-Software-Plattform ROCm auf die Version 5 gebracht und eine Hardware-Unterstützung für die drei neuen CDNA-2-Beschleuniger implementiert. Die ROCm-Plattform bietet eine Anwendungsunterstützung für eine ganze Reihe von HPC-, KI- und Machine Learning-Workloads. Die AMD Accelerator Cloud (AAC) ermöglicht Interessenten den Zugriff auf die Beschleuniger und die in ROCm enthaltene Software für einen Testlauf.

(ID:48124977)