Erste Übernahme Cato Networks übernimmt Aim Security

Von Natalie Forell 2 min Lesedauer

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Cato Networks schlägt mit der ersten Übernahme zu: Der SASE-Spezialist kauft Aim Security, um den boomenden Markt für sichere KI-Transformation zu erobern. Anfang 2026 sollen die Lösungen in die Cato-SASE-Cloud-Plattform integriert werden.

Geschützte KI-Intelligenz: Mit der Übernahme von Aim Security will Cato Networks den sicheren Einsatz von KI-Anwendungen in Unternehmen ermöglichen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Geschützte KI-Intelligenz: Mit der Übernahme von Aim Security will Cato Networks den sicheren Einsatz von KI-Anwendungen in Unternehmen ermöglichen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Cato Networks übernimmt Aim Security, um Kunden eine sichere KI-Transformation zu ermöglichen. Das stellt für Cato Networks die erste Übernahme überhaupt dar.

Aim Security ist ein Experte auf dem Gebiet KI-Sicherheit und soll künftig die SASE-Cloud-Plattform von Cato soweit ausbauen, dass eine sichere Nutzung von KI-Agenten sowohl in öffentlichen als auch in privaten KI-Anwendungen möglich ist. Aim ist für Cato-Kunden ab sofort als eigenständige Lösung einsetzbar, bis Anfang 2026 sollen diese dann in der Cato-SASE-Cloud-Plattform integriert werden. Dabei unterstützt Cato eine modulare Einführung der Plattformfunktionen mit einer einfachen Lizenz.

Shlomo Kramer, CEO und Mitbegründer von Cato Networks(Bild:  Cato Networks)
Shlomo Kramer, CEO und Mitbegründer von Cato Networks
(Bild: Cato Networks)

„Die Veränderung durch Künstliche Intelligenz wird die digitale Transformation als treibende Kraft übertreffen, die Unternehmen im nächsten Jahrzehnt prägen wird“, betont Shlomo Kramer, CEO und Mitgründer von Cato Networks. Für die deutsche Wirtschaft könnte das auch bedeuten, dass Bereiche wie Fertigung oder die Automobilbranche darauf drängen, besonders industrielle Prozesse mit KI auszubauen. Durch Regulierungen wie die DSGVO oder den AI Act werden Unternehmen aber mit strengen Anforderungen konfrontiert, die weltweit relevant sein können. Damit Unternehmen diesen Anforderungen mit ruhigerem Gewissen entgegentreten können, integriert Cato nun Aim Security. Sämtliche KI-Interaktionen sollen so kontrolliert werden und sicher ablaufen – von Mitarbeiter-Prompts bis zu KI-gesteuerten Fabriksystemen.

Für Cato ist SASE hierfür die optimale Lösung. SASE ist ein sicheres Netzwerkkonzept, das alle Ressourcen des Unternehmens miteinander verbindet – ob Mitarbeiter, Partner, Clouds, Anwendungen oder Standorte. Deswegen soll dieses Konzept als primäre Kontrollinstanz für alle KI-Interaktionen dienen.

KI-Sicherheit in SASE-Lösungen

Die Übernahme von Aim Security bringt für Cato Networks drei zentrale Anwendungsfälle, an denen sie ansetzen können:

  • Absichern der Mitarbeiter bei öffentlicher Nutzung von KI-Anwendungen: Mit Aim können KI-Interaktionen nicht nur überwacht und geschützt werden. Auch Schatten-KI soll entdeckt werden. Durch die Absicherung der KI-Anwendungen können Mitarbeiter öffentlich zugängliche sowie unternehmensinterne KI-Agenten nutzen, mit neuen Agenten arbeiten und lokale Agenten mit Model-Context-Protocol-Servern (MCP) einsetzen.
  • Absichern privater KI-Anwendungen: Interne KI-Anwendungen und -Agenten werden durch die Aim AI Firewall geschützt. Dabei werden sowohl Nutzer, KI-Agenten sowie interne KI-Anwendungen und KI-Modelle anhand von Unternehmensrichtlinien für Sicherheit und Governance kontrolliert, und das vor Ort als auch in der Cloud.
  • Absichern agentischer KI-Entwicklungsprozesse: Mit einem AI Security Posture Management (AI-SPM) will Aim den gesamten KI-Entwicklungszyklus absichern – vom Training von Machine-Learning-Modellen bis hin zur Entwicklung von kundenspezifischen KI-Agenten. Dabei werden die KI-Agenten zunächst auf Sicherheits- und Compliance-Risiken untersucht, bevor sie schließlich in die Produktivumgebung gelangen.

Warum Aim Security?

Matan Getz, CEO und Mitgründer bei Aim Security(Bild:  Cato Networks)
Matan Getz, CEO und Mitgründer bei Aim Security
(Bild: Cato Networks)

Aim Security wurde 2022 von Matan Getz und Adir Gruss gegründet mit dem Ziel, KI abzusichern – dabei gehört Aim in die Kategorie „Enterprise AI Security“. Mitgründer und CEO Getz erklärt: „Aim hat eine umfassende KI-Sicherheitsplattform entwickelt, die auf modernster Forschung und patentierter Technologie basiert und sich nahtlos in komplexe Unternehmensumgebungen integriert.“

Unterstützt wird Aim unter anderem durch YL Ventures und Canaan Partners. Aim besitzt zudem ein eigenes Forschungsteam (Aim Labs), das die kürzlich entdeckte Zero-Click-KI-Sicherheitslücke von Microsoft 365 Copilot gemeldet hat („EchoLeak“ CVE-2025-32711).

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