IFA 2022 Bühne frei für Technikneuheiten auf der IFA

Von Margrit Lingner

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Nach zwei Jahren öffnet die IFA in diesem Jahr wieder in gewohnter Manier ihre Tore unter dem Berliner Funkturm. Vom 2. bis zum 6. September 2022 können sich Fachleute und Besucher auf der Leitmesse für Consumer und Home Electronics über Neuheiten informieren.

In fast gewohntem Umfang wird die IFA 2022 am 2. September 2022 in Berlin eröffnet.
In fast gewohntem Umfang wird die IFA 2022 am 2. September 2022 in Berlin eröffnet.
(Bild: © Messe Berlin GmbH )

Live und in Farbe findet die traditionsreiche IFA in diesem Jahr wieder statt. Vom 2. bis 6. September 2022 kehrt die Technikschau zurück auf das Messegelände unter dem Berliner Funkturm. Und laut Aussage der Veranstalter ist das Interesse der Aussteller groß. So bestätigt die Messe Berlin, dass zwei Drittel der Top-Aussteller der IFA ihre Teilnahme bestätigt haben. Dabei planen viele der Aussteller, ihre neuesten Produkte und Services in ähnlichem Umfang wie 2019 – dem letzten IFA-Jahr vor der Pandemie – dem Fachpublikum zu präsentieren.

Über das Interesse zufrieden zeigt sich jedenfalls Kai Mangelberger, Director IFA 2022. „Dass Unternehmen wieder in dem Umfang wie vor der Pandemie zurückkehren, wie beispielsweise Samsung im CityCube Berlin, Panasonic im Hub 27 oder LG in Halle 18 sowie die nahezu ausgebuchten Flächen im Bereich Household Appliances mit Firmen wie Bosch, Haier, Miele oder Siemens im Südgelände, zeigt, dass die Erwartungen an die IFA 2022 hoch sind“, führt der Messechef aus. Insgesamt sollen verteilt auf 30 Messehallen und auf mehreren Sonderflächen nicht nur wichtige Hersteller, sondern auch Newcomer, Start-ups, Verbände und Forschungseinrichtungen ihre Technologietrends präsentieren.

Aussteller und Trends auf der IFA 2022

Ob die IFA in diesem Jahr tatsächlich zum Publikumsmagneten und zum erfolgreichen Innovationsforum wie vor der Pandemie wird, ist schwer zu sagen. Schließlich startet die Technikmesse in einem eher ungünstigen Konsumklima, das gekennzeichnet ist von der andauernden Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg, Inflation und Klimakrise. So sieht auch Alexander Dehmel, Head of Market Intelligence Germany & Austria GfK, dass sich die Unsicherheit der Konsumenten auch auf die technischen Konsumgütermärkte niederschlage. Doch räumt Dehmel ein: „Insgesamt zeigt sich im Handel in den ersten fünf Monaten 2022 ein Umsatzplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, dieses verteilt sich aber nicht gleich über die unterschiedlichen Produktsegmente. Für Handel und Hersteller besteht damit die Herausforderung jederzeit zu wissen, wo und wie sich Märkte entwickeln, um auf die sich ändernden Bedürfnisse der Konsumenten eingehen zu können.“

Tatsächlich werden Schwergewichte der Unterhaltungselektronikbranche wie Samsung, Sony, Panasonic, LG, Huawei, Philips, Toshiba oder TCL ihre neuen Produkte auf der IFA zeigen. Auch große Hersteller aus dem Computing, Gaming- und ITK-Bereich wie Asus, Lenovo, MSI, Epson, Honor, Nokia oder TCL werden die Technikmesse nutzen, um ihre Neuheiten für das Weihnachtsgeschäft zu präsentieren.

Neben vernetzten Geräten, die immer mehr auch den Haushalt und die Messehallen in Berlin erobern, gehört Nachhaltigkeit zu den großen Trends auf der Traditionsmesse. So hat eine Studie der Strategieberatung Oliver Wyman und der gfu Consumer & Home Electronics ergeben, dass Verbraucher durchaus bereit sind, für umweltfreundlichere Geräte mehr zu bezahlen. Sie greifen besonders dann tiefer in die Tasche, wenn diese Geräte das Haushaltsbudget nach dem Kauf etwa durch einen geringeren Stromverbrauch entlasten. Laut Studie bezahlen Verbraucher etwa für Geräte mit einer um zwei Stufen höheren Energieeffizienzklasse durchschnittlich 36 Prozent mehr als für ein ansonsten identisches Gerät.

Darüber hinaus erwarten Verbraucher, dass Elektrogeräte langlebiger werden. Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu, führt dazu aus: „Hersteller sind im Vorteil, wenn sie Reparaturdienste anbieten und Ersatzteile auch langfristig verfügbar machen.“ Wenig zusätzliche Zahlungsbereitschaft offenbarte die Befragung bei Attributen, die keine direkten finanziellen Vorteile für Verbraucher bringen. So geben lediglich 10 Prozent der befragten Nutzer an, für CO2-neutrale oder für eine sozialverträgliche Produktion, mehr Geld ausgeben zu wollen.

Begleitend zu der Produktschau wird es auf der IFA ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konferenzen, Vorträgen, Präsentationen sowie verschiedene Events geben. So können zum Beispiel Innovationen aus den Bereichen 5G, IoT, Künstliche Intelligenz, Robotics, Smart Living oder Digital Health und Nachhaltigkeit im Rahmen von IFA Next präsentiert werden.

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