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Nur aus sicheren Quellen kaufen
»Ich kann die Fachhändler nur dazu ermahnen, die Geräte von sicheren Quellen in Deutschland zu beziehen. Vor dem Einkauf im Ausland kann ich nur jeden Reseller warnen, denn er riskiert hier womöglich, Jahre später in der Verpflichtung zu stehen, die UHG-Gebühren bezahlen zu müssen«, rät Ingram-Micro-Chef Robert Beck.
Beck versicherte – ebenso wie seine Kollegen Günter Schiessl, Geschäftsführer Tech Data Deutschland und Bärbel Schmidt, Geschäftsführerin Actebis Peacock –, dass man die UHG-Gebühren selbstverständlich für jedes Gerät bezahlen werde. Alle drei setzen sich als Bitkom-Mitglieder gleichzeitig in den zähen Verhandlungen mit der ZPÜ dafür ein, dass die Gebühren möglichst niedrig ausfallen werden. Ganz zu verhindern sind sie jedoch offensichtlich nicht mehr, trotz aller Einwände und Widerstände seitens der Industrie und des Handels.
Fest steht für alle drei Distributoren, dass »wir die Kosten für die UHG-Abgaben eins zu eins an den Handel weitergeben, sobald sie rechtskräftig werden«, wie Schmidt klarstellte. Sowohl der Ingram-Micro-, als auch der Tech-Data-Chef pflichteten ihr bei.
Allzu billig kann sehr teuer werden
Wer sich also vor dem Risiko einer gesamtschuldnerischen Haftung schützen möchte, »sollte UHG-pflichtige Ware nur von seriösen Lieferanten in Deutschland beziehen und zweitens sofort stutzig werden, wenn Geräte zu Preisen angeboten werden, die den marktüblichen Preis um 20 Prozent oder mehr unterschreiten«, rät Beck. Denn dann besteht die Gefahr, dass der Vorlieferant trotz anderslautender Bekundungen die UHG-Gebühren nicht abgeführt hat.
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