Chinesischer Computerbauer organisiert sich komplett neu Bernhard Fauser wird Lenovo-Geschäftsführer mit abgespeckter Verantwortung
Künftig unterscheidet Lenovo organisatorisch zwischen reifen und Wachstums-Märkten. Diese Neustrukturierung hat auch Auswirkungen auf die deutsche Landesgesellschaft. Für die Lenovo GmbH ist nun auch ein Nachfolger für Marc Fischer gefunden, der allerdings weniger Entscheidungsbefugnisse hat.
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Zum ersten April geben sie sich die Klinke in die Hand: der neue und der alte Deutschland-Chef von Lenovo. Nachfolger für Marc Fischer wird Bernhard Fauser. Der Name des 42-Jährigen wird dann im Handelsregister unter »Geschäftsführer der Lenovo (Deutschland) GmbH« geführt. Fauser bekleidete seit seinem Einstieg bei Lenovo im Jahr 2007 bislang verschiedene Management-Positionen, darunter den Posten als Director Center of Excellence German Region.
Außerdem war er bereits für den Bereich Business & Sales Operations sowie für das lokale Produkt-Management verantwortlich. Zusätzlich zu seinen Aufgaben als Geschäftsführer wird er weiterhin seine Funktion als Leiter des Centers of Excellence Large Enterprise EMEA ausüben. Davor war Fauser im Hewlett-Packard-Konzern (HP) angestellt, zuletzt als Leiter Marketing-Kommunikation der Technology Solutions Group.
Marc Fischer wechselt den Job
Fausers Vorgänger, Marc Fischer, übernahm Lenovo im Jahr 2005 mitsamt der PC-Abteilung von IBM. Der Manager überführte hierzulande die IBM-Abteilung in die eigenständige Lenovo Deutschland GmbH – erfolgreich, wie das Unternehmen betont. Fischer verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen.
Lenovo organisiert sich komplett neu
Im Hintergrund hat sich Lenovo organisatorisch neu aufgestellt und Machtverhältnisse neu verteilt. Nicht nur die bisherige Landesorganisation, sondern auch die vertriebliche Länderaufteilung hat sich geändert. Fauser wird zwar als »Gesicht von Lenovo Deutschland« fungieren und beispielsweise in Eskalationsfällen bei Großkunden verhandeln, er hat aber nicht mehr das Verantwortungsspektrum und die volle operative Entscheidungsbefugnis, die Marc Fischer inne hatte. Fauser berichtet vielmehr an Milko Van Duijl in Paris. Van Duijl ist gerade als neuer Chef der Mature Markets (reifen Märkte) eingesetzt, zu denen Australien, Kanada, Israel, Japan, USA, Westeuropa und internationale Konzerne gehören.
Reife und wachsende Märkte
Hier zeigt sich die bipolare Aufteilung, nach der Lenovo nun neu ausgerichtet ist. Den Mature Markets unter Milko Van Duijl stehen den Emerging Markets (Wachstumsmärkte) unter der Leitung von Chen Shaopeng gegenüber. Zu diesen zählen Afrika, Asia Pacific, China, Osteuropa, Hong Kong, Indien, Korea, der Mittlere Osten, Pakistan, Russland, Taiwan und die Türkei.
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