Schutz vor Missbrauch digitaler oder gedruckter Dokumente

Bei Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl spielt das Format keine Rolle

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Sinneswandel bei den Hackern

Die aktuellen Absichten der Hacker kennt Bogdan Dumitru, Chief Technology Officer bei BitDefender: »Heute wird mit Malware schlicht und ergreifend Geld verdient.« Die dazu genutzten Schädlinge sind meist Trojaner oder Rootkits, die gar nicht entdeckt werden.

Über die durch Malware verursachten finanziellen Schäden gibt es laut Dimitru keine gesicherten Erkenntnisse: »Wer gibt schon freiwillig zu, dass seine Schutzmaßnahmen unzureichend waren? Das können sich insbesondere Unternehmen gar nicht leisten, um nicht Kunden und Prestige zu verlieren«, erklärt der Security-Experte.

»Eine Studie der US-Verbraucherorganisation Consumer Reports hat den Schaden durch Malware auf bis zu sieben Milliarden US-Dollar beziffert. Andere Schätzungen übertreffen diese Zahl sogar noch. Ob man diese Zahlen auf Deutschland übertragen kann, ist jedoch fraglich«, so Dumitru weiter.

Gefahrenpotenzial bei Print-Dokumenten zu Unrecht unterschätzt

Angesichts der vielen Gefahren, die von Internet und IT ausgehen, geraten jedoch nahe liegende, »traditionelle« Gefahrenquellen in Vergessenheit. So wird der Datenmissbrauch basierend auf gedruckten Unterlagen nach wie vor sehr stark unterschätzt.

Dabei gibt es gerade in diesem Bereich enorme Defizite, wie eine Bielefelder Studie im Auftrag des Büromaschinen- und Computerzubehör-Herstellers Fellowes 2006 belegt. Demnach gefährden Unternehmen durch eine unsachgemäße Entsorgung vertraulicher Dokumente nicht nur ihren eigenen Geschäftserfolg, sondern setzen auch ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner drohendem Missbrauch aus.

(ID:2012144)