Rekordergebnis für 2008, gedämpfte Erwartungen für 2009 Bechtle stellt sich mit Kurzarbeit auf härtere Zeiten ein
Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2008 waren für Bechtle gut. Doch schon im ersten Quartal 2009 geht es bergab. Nun denken die Neckarsulmer über Kurzarbeit nach, um Kosten zu senken.
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Im vergangenen Geschäftsjahr 2008 konnte Bechtle einen Rekordumsatz von 1,43 Milliarden Euro verbuchen. Damit blieb das baden-württembergische Systemhaus knapp unter der selbst gesetzten 1,5 Milliarden-Euro-Hürde. Auch der Überschuss von 45,4 Millionen Euro, was einem Plus von 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, kann sich sehen lassen.
Für 2009 ist der Bechtle-Vorstandssprecher Thomas Olemotz jedoch wenig optimistisch. Im Gespräch mit IT-BUSINESS erläutert er, dass das erste Quartal schon sehr zurückhaltend angelaufen sei. Zu spüren sei die Wirtschaftsflaute schon Ende des dritten Quartals 2008 gewesen. »Wir mussten fast wöchentliche Anpassungen vornehmen«, so Olemotz.
Als erstes sei der Bereich des klassischen Handelsgeschäfts betroffen gewesen, seit Anfang des Monats sei die Konsumzurückhaltung auch im Systemhausgeschäft spürbar. Ob Projekte allerdings vorerst nur verschoben würden oder ganz abgesagt, sei noch nicht erkennbar. »Man kann nicht vorhersagen, was das Jahr bringen wird. Wir müssen in den nächsten Wochen die Parameter verfolgen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Ergebnissicherung ergreifen«, so der Vorstandssprecher.
Bechtle stellt sich also auf ein schwieriges Jahr ein. Wurde im vergangenen Rekordjahr die Mitarbeiterzahl noch von 4.250 auf 4.405 erhöht, wird nun über Kurzarbeit an zwei Standorten nachgedacht. Welche das sind, gibt das Unternehmen derzeit nicht bekannt.
Mit diesen trüben Aussichten ist Bechtle jedoch nicht allein: auch der Kooperation Synaxon brechen Gewinn und Umsatz weg.
Lichtblick Behörden
Künftig will sich das Systemhaus stärker in Richtung öffentliche Hand orientieren. Hier hofft Bechtle auf das staatliche Konjunkturprogramm. Erst am Dienstag erhielt der Dienstleister einen zweistelligen Millionenauftrag von der Bundeswehr.
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