Reseller müssen weiter um Kunden bangen Ashampoo arbeitet nicht mehr mit Softwareload.de zusammen

Redakteur: Sarah Gandorfer

Im November 2006 startete die Deutsche Telekom ihr Portal Softwareload.de und macht seitdem dem Fachhandel Konkurrenz. Der Ex-Monopolist ist mit den Umsatzzahlen zufrieden. Doch nun kündigt der erste verärgerte Partner die Zusammenarbeit auf.

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Laut der Deutschen Telekom steigerte sich der Umsatz mit den Downloads auf dem im November 2006 gestarteten Portal Softwareload.de um 42 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Während der Ex-Monopolist kräftige absahnt, findet der Partner Ashampoo, der dort seine Software anbietet, die Ergebnisse auf sein Geschäft bezogen mager.

Fristgerecht zum 31. Juli kündigt der Software-Publisher deshalb die Zusammenarbeit. Die Begründung liefert Ashampoo-Geschäftsführer Rolf Hilchner: »Die Vollversionsverkäufe über Softwareload.de waren in jeder Hinsicht unbefriedigend und nicht mit den Umsätzen aus eigener Kraft vergleichbar. Wir haben uns von Softwareload.de nicht als wichtigen A-Kunden betreut gefühlt und ziehen aus der mangelnden Unterstützung im Abverkauf nun unsere Konsequenzen.«

Trotzdem werden wahrscheinlich nicht all zu viele Consumer in den Fachhandel zurückkehren. Ashampoo verweist bei seinem eigenen Portal auf einen Kundenzuwachs im Jahr 2007 von 32 Prozent. Das sind Kunden, die dem Fachhandel somit verloren gehen.

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