Cybereason-Studie An diesen Tagen ist das Ransomware-Risiko am höchsten

Von Barbara Gribl

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An Wochenenden und Feiertagen sind Mitarbeiter tendenziell nicht im Betrieb – genauer gesagt sind es bis zu 90 Prozent. Eine Cybereason-Studie zeigt, dass gerade an diesen Tagen der Schaden durch Ransomware-Attacken zunimmt.

Der XDR-Anbieter Cybereason veröffentlicht die Ergebnisse einer globalen Studie zu Ransomware-Angriffen an Wochenenden, Feiertagen und zur Urlaubszeit.(Bild:  Chinnapong - stock.adobe.com)
Der XDR-Anbieter Cybereason veröffentlicht die Ergebnisse einer globalen Studie zu Ransomware-Angriffen an Wochenenden, Feiertagen und zur Urlaubszeit.
(Bild: Chinnapong - stock.adobe.com)

„Ransomware-Angreifer neigen dazu, an Feiertagen und Wochenenden zuzuschlagen, weil sie wissen, dass Unternehmen zu diesen Zeiten oft nicht ausreichend Personal im Einsatz haben. So können sie die Gunst der Stunde nutzen, um mehr Schaden anzurichten und mehr Daten zu stehlen, während die Sicherheitsteams verzweifelt versuchen, den Angriff abzuwehren“, erklärt Lior Div, CEO und Mitbegründer von Cybereason. „Unsere Studie zeigt, dass die Bewertung von Risiken langsamer ist und Unternehmen länger brauchen, um das Verteidiger-Team zusammenzustellen. Das führt zu längeren Abwehr- und Wiederherstellungszeiten.“

Die Umfrage zeigt eine Diskrepanz zwischen dem erhöhten Risiko eines Ransomware-Angriffs und der Vorbereitung. Im Vergleich mit den Ergebnissen 2021 dauert es inzwischen länger, Angriffe an Wochenenden und Feiertagen zu analysieren und abzuwehren.

Wochenendstund hat Gold im Mund

An Feiertagen und Wochenenden reduzieren 44 Prozent der Unternehmen das Sicherheitspersonal um bis zu 70 Prozent. Bei 20 Prozent der Unternehmen sind es sogar um die 90 Prozent. Umgekehrt sind nur 7 Prozent der Unternehmen an Feiertagen und Wochenenden zu 80 Prozent mit Personal ausgestattet.

Ransomware entgehen

Ransomware-Angriffe sind vermeidbar. Viele Unternehmen bieten Endpoint Detection- und Response-Technologien an, mit denen die Gefahr gestoppt werden kann. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Einführung eines Security Awareness-Programms für Mitarbeiter. Außerdem empfiehlt Cybereason klar definierte Isolierungsverfahren, um weiteres Eindringen in das Netzwerk oder die Verbreitung von Ransomware auf andere Geräte zu verhindern. Hier hilft gegebenenfalls auch eine Sperrung kritischer Konten.

Schließlich müssen Unternehmen bei Ransomware-Attacken nicht nur finanzielle Einbußen hinnehmen. „Die ständige Gefahr für Cybersicherheitskräfte aus der wohlverdienten Freizeit gerissen zu werden und die Beeinträchtigung der Work-Life-Balance schaden dem Wohlbefinden, führen zu Burnout und veranlassen einige Leute, der Branche ganz den Rücken zu kehren“, fügt Div hinzu. Und das bei dem ohnehin aktuell großen Problem des Fachkräftemangels. Tatsächlich berichten 88 Prozent der Sicherheitsexperten, dass das Privatleben mindestens einmal an Feiertagen oder Wochenenden in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mehr zur Studie

Für die Studie „Organizations at risk: Ransomware attackers don't take holidays“ wurden 1.203 Cybersecurity-Experten aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur befragt. Sie ergab, dass Ransomware-Angriffe an Feiertagen, Wochenenden und zur Urlaubszeit bei einem Drittel der Befragten zu größeren Umsatzeinbußen geführt haben als zu klassischen Arbeitszeiten. In der Studie von 2021 waren es mit 13 Prozent deutlich weniger.

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