High-Tech-Sonnenschutz in der Wüste

SL Rasch setzt auf SGI-Lösungen

02.05.13 | Redakteur: Heidi Schuster

Die Schirme von SL Rasch im saudi-arabischen Medina.
Die Schirme von SL Rasch im saudi-arabischen Medina. (Bild: SL Rasch)

Für die Berechnungen und Simulation der langfristigen Materialbeanspruchung von riesigen Sonnenschirmen werden hohe Rechenressourcen benötigt. Um dies zu bewältigen, hat sich das Unternehmen SL Rasch für eine High-Performance-Computing-Anlage von SGI entschieden.

Die SL Rasch GmbH, die 200 Mitarbeiter beschäftigt, designt, konstruiert und produziert Leichtgewicht-Strukturen. Dazu zählen neben Zelten und großen Klappschirmen auch Cabriodächer und Kuppeln– in individueller Form für den Nahen Osten. Für die Entwicklung der Produkte mit minimaler Oberflächenstruktur geht das Unternehmen über den klassischen Ansatz hinaus, zuerst die Architektur und dann eine Schutzkonstruktion zu entwickeln. Stattdessen wird ein architektonischer Konstruktions- und Design-Prozess umgesetzt.

Der Fokus von SL Rasch liegt besonders auf Saudi Arabien, wo Schirme zur Steigerung des Komforts großer Menschenmengen benötigt werden. Beispielsweise schützt SL Rasch mit seinen Schirmen

tausende von Mekka-Pilgern vor der stechenden Sonne und den hohen Temperaturen.

Die Schirme schützen zum Beispiel tausende von Pilger vor der stechenden Sonne und den hohen Temperaturen.
Die Schirme schützen zum Beispiel tausende von Pilger vor der stechenden Sonne und den hohen Temperaturen. (Bild: SL Rasch)

Herausforderungen und Probleme

„Während Minimaloberflächen sehr licht- und struktureffizient sind, bergen sie große Herausforderungen bei Design und Konstruktion und setzen außerordentliche Expertise voraus“, so Dennis Geldec, IT-Leiter von SL Rasch.

Leichtgewichtige, doppelt gekrümmte Strukturen und die Orte, die von ihnen überschattet werden sollen, können nur in drei Dimensionen exakt untersucht werden. Physische Miniatur-Modelle sind zwar nützlich, aber schwierig zu analysieren. Besser geht es mit Computersimulationen, um die Auswirkungen von Windverhältnissen auf die Konstruktionen zu erkennen. Ganz besonders wichtig in den Momenten, wenn sich die Schirme offnen oder schließen, da sie dann am schwächsten sind.

Die Lösung von SGI

Für die Berechnung und die Simulation der langfristigen Materialbeanspruchung werden große Rechenressourcen benötigt. Damit lassen sich die flexiblen Leichtgewichtstrukturen mit hohen numerischen Rasterauflösungen simulieren.

Um die Anzahl an verschiedenen Datentypen mit speziellen Applikationen zu verwalten, hat SL Rasch zu einer High-Performance-Computing-Anlage von SGI gegriffen, die ein Verbund von folgenden Systemen darstellt:

  • 64-Node SGI ICE 8400
  • 36-Node SGI ICE X
  • 48 Core SGI UV100 mit 256 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • SGI InfiniteStorage 5000

Zur optimale Auslastung der Systeme und zur Unterstützung der Visualisierungsabteilung wird auf den Maschinen mit virtuellen Render-Knoten gearbeitet, die die Renderfarm dynamisch unterstützen.

Die Vorteile der Lösung

Die Lösung ermöglicht es SL Rasch, traditionelle Konstruktionsansatze weiterzuentwickeln, um alle Aspekte beim Design seiner Produkte abzudecken. Das Unternehmen hat somit die Ressourcen für 3D-Modelling, Simulationen, Animationen sowie Rendering und muss weniger Prototypen bauen. „Dies spart Zeit bei der Projektumsetzung sowie Energie und weitere Kosten. Zudem wird die Sicherheit durch effiziente und korrekte Berechnung erhöht. Diese ersetzen die klassische Vorgehensweise der Entwicklung verschiedener Versionen eines Designs und dem anschließenden Test im Windkanal, um unterschiedliche Wetterverhältnisse zu testen“, so Geldec. Für ein sicheres Layout, die Erstellung einer Struktur sowie die Wahl des richtigen Materials und zur Erfüllung strenger Sicherheitsanforderungen ist die Windanalyse dennoch wichtig.

SL Rasch nutzt dafür eine Technik zur künstlichen Erzeugung von Windgeschwindigkeiten. Hier können sehr schnell wechselnde Windströmungen mit realistischen micro-meteorologischen Eigenschaften modelliert werden. Dafür arbeiten auf SGIs Systemen ESI PAM-Flow, PAM-Crash und die OpenFOAM-Simulations-Software, die die Genauigkeit des finalen Designs und die Stabilität des fertigen Produktes verbessern.

SL Rasch hat bereits 250 Leichtgewichtstrukturen nach Saudi Arabien geliefert und arbeitet nun an Schirmen von bis zu 50 Metern Durchmesser.

SGI in Deutschland

Die Silicon Graphics GmbH (SGI) hat seinen deutschen Sitz in Grasbrunn bei München. Zahlreiche erfahrene Partner bilden das Channel-Netzwerk von SGI in Deutschland. Ihr Know-how setzen die SGI-Partner ein, um effiziente und hochperformante Lösungen für die individuellen Herausforderungen ihrer Kunden zu finden.

Interessierte Fachhändler können sich an Ulrich Rogler, Channel Manager DACH der Silicon Graphics GmbH, unter der Telefonnummmer 089/46102-112 oder per E-Mail an urogler@sgi.com wenden.


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Sehr interessant !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  lesen
posted am 17.05.2013 um 02:05 von Unregistriert


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