Kein Investor für Hamburger Distributor gefunden Endgültiges Aus für Cemos – Startschuss für „Acos”?
Der Geschäftsbetrieb der Cemos wird komplett eingestellt, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Er nimmt auch zum Umgang mit Garantie- und Gewährleistungsfällen der Cemos-Eigenmarke Stellung. Wem die rechtmäßig gehört, wird noch geprüft.
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Voraussichtlich in der kommenden Woche soll das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Hamburger Distributors und Herstellers Cemos GmbH eröffnet werden. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Jens-Soeren Schröder auf Anfrage von IT-BUSINESS mit. Dann wird das Insolvenz-Vermögen der Cemos auf die Gläubiger verteilt.
Der Geschäftsbetrieb, der bereits vor dem Insolvenzantrag ohnehin nur noch eingeschränkt aufrecht erhalten worden war, „kam mit Antragsstellung vollständig zum Erliegen”, so Schröder. Alle der insgesamt 31 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
„Teilweise haben die Mitarbeiter während des Insolvenzeröffnungsverfahrens bereits anderweitige Arbeitsplätze gefunden”, so der Insolvenzverwalter. Alle noch bei Cemos verbliebenen Mitarbeiter werden am dem Tag der Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens gekündigt.
Kein Interesse auf Investorenseite
„Nachhaltiges Investoren-Interesse aus dem Markt hat sich trotz meiner Bemühungen sowie entsprechender Berichterstattung in der Fachpresse nicht ergeben”, berichtet Schröder. Das sei insbesondere auch auf das schwierige Marktumfeld der Cemos GmbH zurückzuführen, „was auch weitere Insolvenzen in der Branche, wie beispielsweise die des Distributors COS aus Linden, zeigen”, so Schröder.
Was ist mit RMA- und Garantie-Fällen?
Auch RMA- und Reparaturaufträge werden bei Cemos nicht mehr angenommen – unabhängig davon, ob es sich um Geräte der Eigenmarke Jersey oder um Distributionsware handelt.
Sofern für die von der Cemos GmbH vertriebenen Geräte und Komponenten Herstellergarantien bestehen, bleiben diese vom Insolvenzverfahren über das Vermögen grundsätzlich unberührt.
Alle anderen Garantie- und Gewährleistungsansprüche für bereits ausgelieferte Distributionsprodukte sollen aus der Insolvenzmasse bedient werden.
Garantie- oder Gewährleistungsansprüche, die sich dagegen direkt gegen die Cemos GmbH richten, müssen beim vorläufigen Insolvenzverwalter angemeldet werden, sobald nächste Woche das Insolvenzverfahren eröffnet ist. Gleiches gilt für alle anderen Insolvenzforderungen. All diese Anträge werden dann am Verfahrensende gegebenenfalls mit einer Insolvenzquote bedient.
Lesen Sie auf der folgenden Seite, was der Insolvenzverwalter zum Verbleib der Eigenmarke Jersey sagt und wer hinter dem neuen Distributor Acos steht, der die Jersey-Produkte anbietet.
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