Women in Digital Business 2016

Chancen für mutige Frauen – „Klasse vor Quote“

| Autor: Marisa-Solvejg Metzger

(Bild: Vogel IT-Akademie)

Knapp 140 Frauen besuchten auf der Cebit den Kongress „Women in Digital Business“. Das Programm umfasste fünf Vorträge, drei Thinktanks und vier Worldcafés. In der Pausen konnten sich die Teilnehmerinnen mittels einer Matchmaking-App verabreden und Kontakte knüpfen.

Zum zweiten Mal bot der Kongress „Women in Digital Business“, den die Vogel IT-Akademie, das WIN (Women's IT-Network), der Bitkom und die Cebit gemeinsam veranstalteten, ein exklusives Programm zur Vernetzung und Unterstützung weiblicher Führungskräfte. In fünf Vorträgen, drei Thinktanks und vier Worldcafés thematisierten Chairwomen und Moderatorinnen aktuelle und künftige Tendenzen und Fragestellungen. Der Zuspruch war noch größer als bereits im Vorjahr. Knapp 140 Teilnehmerinnen fanden sich zum Kongress auf der Cebit zusammen. Das löste Freude bei den anwesenden Gründerinnen und Präsidiumsmitgliedern von WIN aus: Daniela Schilling, Leiterin der Vogel IT-Akademie, Eva Kanzler, Senior Eventmanagerin der Vogel IT-Akademie, Evelyn Vogt, Director Business Development bei Westcon Group European Operations Ltd., Brigitta Haak, Inhaberin und Senior Consultant von b2 Marketing, Ljiljana Kos, Co-Publisher bei Vogel IT-Medien, und Diana Coso, Senior Director Channel Germany bei EMC.

„Ja, und …“ statt „Ja, aber …“

Petra Sonnenberg, Country Manager Google for Work DACH & CEE, wollte bei den Teilnehmerinnen ein Umdenken erreichen – von „Ja, aber …“ zum produktiven Grundgedanken „Ja, und …“. Sie forderte dazu auf, die Nachbarin zu porträtieren – eine Aufgabe, die nicht alle zur eigenen Zufriedenheit meistern konnten. Wichtig war die Erkenntnis, dass es nicht nur um Perfektion geht, sondern darum, Fehler als konstruktive Herausforderung zu akzeptieren. „Erlaubt Fehler und fügt neue Ideen hinzu. Macht das immer wieder!“, so Frau Sonnenberg; denn: Innovationen brauchen erste Ideen, die dann durch das Team ergänzt und perfektioniert werden.

Der nächste Karrieresprung

„Frauen sollten nicht darauf warten, für den nächsten Karrieresprung entdeckt zu werden“, so Sandra Babylon, Managing Director Accenture Deutschland. Das könne dauern – vor allem, wenn eine Führungskraft nicht aktiv nach dem Potenzial der Mitarbeiterinnen suche. Die Arbeitgeber fordert Babylon auf, nach wie vor ihren Teil beizutragen, um Frauen beim beruflichen Aufstieg gezielt zu unterstützen. Entscheidend sei, die Wirksamkeit der Maßnahmen genauso konsequent zu messen wie andere Steuerungskennzahlen.

Kompetenzen prozessual entwickeln

Ausgehend von einem globalen Kompetenzmodell (effektive Kommunikationsstrukturen entwickeln, Heterogenität wertschätzen usw.) warf Petra Scheithe, Vice President Projects and Process Deployment bei BASF, die Frage auf, ob sich Firmen bei der individuellen Kompetenzentwicklung auf die richtigen Parameter fokussieren. Ihrer Meinung nach geht es unter anderem darum, Führung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen; über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten; sich als Team selbst zu organisieren sowie an zukünftige Generationen zu denken. Alle Mitarbeiter können zum Geschäftserfolg beitragen – bei BASF ist ein Baustein dafür etwa das WinGS Network für Frauen.

Um Networking ging es auch in den Pausen. Die aus dem Vorjahr bewährte Matchmaking-App erlaubte es den Teilnehmerinnen wieder, sich untereinander zu „verabreden“.

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