Mitarbeiter umgehen IT-Security Wenn die Security zu kompliziert ist

Von Ann-Marie Struck

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Der Mensch ist faul. Sobald etwas zu anstrengend wird, passt der Mensch sich, pauschalisiert gesagt, an. So umgeht einer Studie von Cisco zufolge jeder zweite Mitarbeitende die Security-Lösungen des eigenen Unternehmens, weil sie zu schwierig sind.

Dinge, die als anstrengend und kompliziert wahrgenommen werden, werden oft gemieden. (Bild:  lassedesignen - stock.adobe.com)
Dinge, die als anstrengend und kompliziert wahrgenommen werden, werden oft gemieden.
(Bild: lassedesignen - stock.adobe.com)

Warum ist der innere Schweinehund oft so groß und der regelmäßige Gang ins Fitness-Studio so schwer? Der Mensch versucht, Energie zu sparen. Überspitzt gesagt: Er ist faul. Sobald eine Tätigkeit als zu anstrengend empfunden wird, versucht der Körper sich anzupassen. Das ist nicht nur beim Sport so, auch bei den alltäglichen Aufgaben werden komplexe Wege gerne vermieden oder vereinfacht. Alles sollte so einfach wie möglich sein. Dieses Credo verfolgen viele Mitarbeiter auch bei der IT-Security, wie eine Studie von Cisco unter mehr als 1.000 Angestellten in Deutschland zeigt.

Ferner finden 54 Prozent aller Mitarbeitenden in Deutschland, dass die Nutzung der IT-Security-Systeme zu kompliziert und zeitraubend ist. Demnach umgeht mehr als die Hälfte (55 %) die Security-Maßnahmen mindestens einmal pro Woche, um Aufgaben zügiger zu erledigen. 17 Prozent tun dies sogar täglich.

IT-Security als Zeitfresser

Die Studie zeigt ebenfalls, dass IT-Security für viele Mitarbeiter ein Zeitfresser ist. 42 Prozent der Befragten brauchen jeden Tag mindestens 10 Minuten, um die Anforderungen der Datensicherheit zu erfüllen, 9 Prozent sogar mehr als eine halbe Stunde. Durchschnittlich verbringt laut Studie jeder Beschäftigte in Deutschland rund 13,5 Minuten täglich mit Cybersecurity-Maßnahmen.

Zum Einsatz kommt bei 47 Prozent eine Multifaktor-Authentifizierung, um auf Unternehmensressourcen zuzugreifen. 61 Prozent nutzen eine VPN-Leitung.

Zwiespalt zwischen Security und Datenschutz

Ein weiterer wichtiger Punkt neben der Komplexität und der Zeit, ist das Vertrauen. Der Studie zufolge misstrauen 38 Prozent ihrem Unternehmen in puncto Datenschutz und -sicherheit. Demnach fühlen sich 71 Prozent wohl bei der Verwendung von Passwörtern. Gleichzeitig notieren sich 23 Prozent der Befragten diese. Bei der Authentifizierung per Fingerabdruck fühlen sich noch 61 Prozent wohl, beim Gesichtsscan nur 46 Prozent. Hier überlagert sich das Vertrauen in die technische Sicherheit mit möglichen Bedenken hinsichtlich Datenschutz.

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