Umfrage von Eset Wechselbereitschaft zu EU-Security-Anbietern steigt

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Geopolitische Umbrüche, Cyberbedrohungen, gesetzliche und regulatorische Anforderungen nehmen zu. Der Cybersecurity-Anbieter Eset beschäftigte sich im Rahmen einer Umfrage mit der Frage: „Wer schützt unsere digitalen Werte – und unter wessen Rechtsrahmen?“

Ein Großteil der von Eset befragten Unternehmensentscheider vertraut europäischen IT-Security-Anbietern.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Ein Großteil der von Eset befragten Unternehmensentscheider vertraut europäischen IT-Security-Anbietern.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Ergebnisse der Eset-Studie zeigen eine eindeutige Tendenz: Deutsche Unternehmen präferieren IT-Sicherheitslösungen „Made in EU“. Diese bieten ein einheitliches und strenges Datenschutzrecht (insbesondere mit der DSGVO), klare Haftungsregeln und Transparenz. Denn Digitale Souveränität beinhaltet nicht nur technologische, sondern auch rechtliche und ethische Aspekte.

Wechselwahrscheinlichkeit

44 Prozent der Befragten machen sich Gedanken über ihren aktuellen IT-Security-Anbieter oder erwägen bereits einen Wechsel. Aus dieser Gruppe ist die Wechselbereitschaft bei Produktions- und Dienstleistungsunternehmen mit 57 Prozent am höchsten, beim Groß- und Einzelhandel mit knapp einem Drittel am geringsten. Von den befragten Personengruppen sehen Vorstände (57 %) sowie das obere (54 %) und mittlere Management (43 %) mehr Vorteile für einen Wechsel als die Inhaber (33 %). Ein möglicher Grund für die Wechselskepsis bei den Unternehmensinhabern sei die Sorge vor Produktionseinbußen oder IT-Ausfällen.

Auch eine Bitkom-Umfrage bestätigt die Wechselwilligkeit der Unternehmen. Fast alle (90 %) der vom Bitkom Befragten sind auf den Import digitaler Technologien und Dienstleistungen aus anderen Ländern angewiesen. Einen Ausweg aus dieser Abhängigkeit sehen dem Bitkom zufolge drei Viertel der Befragten in einer Rückkehr zu einem europäischen IT-Security-Anbieter.

EU bevorzugt

Auch bei der Eset-Umfrage möchten 75 Prozent der Wechselwilligen künftig einen IT-Sicherheitsanbieter aus der EU. Vor allem im Healthcare-Bereich bevorzugen die Befragten EU-Anbieter. Als Grund dafür geben die Befragten das größere Vertrauen und die Loyalität zu europäischen Anbietern an. Zehn Prozent der von Eset befragten würden zu US-Anbietern wechseln.

Branchenseitig betrachtet achtet das verarbeitende Gewerbe mit 80 Prozent am stärksten auf die Herkunft des IT-Security-Anbieters. Auch die Position der Befragten macht hier etwas aus: 79 Prozent der Entscheidungsträger von Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitenden ist die Herkunft wichtig.

Über die Umfrage

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 14. bis zum 22.03.2025 insgesamt 536 Unternehmensentscheider befragt. Die Erhebung wurde quotiert und die Ergebnisse gewichtet.
Die Befragten setzen sich repräsentativ nach Beschäftigten-Anteil pro Unternehmensgröße, nach Geschlecht und Altersgruppen von Unternehmensentscheidern, nach sechs NACE-Wirtschaftszweigen sowie nach Nielsen-Regionsverteilung von Unternehmen zusammen.

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