Definition Was ist Starlink?

Von Holger Hagedorn 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Starlink ist eine Satellitenkonstellation des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX. Das Hauptziel besteht darin, Internetzugang in Gebieten bereitzustellen, in denen eine terrestrische Internetverbindung nicht verfügbar ist.

Starlink ist ein globales Netzwerk von Satelliten, das schnelle und zuverlässige Internetverbindungen selbst in den entlegensten Regionen der Welt ermöglicht.(Bild:  Josipa - stock.adobe.com / KI-generiert)
Starlink ist ein globales Netzwerk von Satelliten, das schnelle und zuverlässige Internetverbindungen selbst in den entlegensten Regionen der Welt ermöglicht.
(Bild: Josipa - stock.adobe.com / KI-generiert)

SpaceX wurde 2002 von dem Hightech-Unternehmer Elon Musk gegründet, während die Entwicklung von Starlink im Jahr 2015 begann. Die ersten Testsatelliten, Tintin A und Tintin B, wurden am 22. Februar 2018 mit einer Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX ins All gebracht. Im Mai 2019 starteten 60 Prototyp-Satelliten zunächst in eine Höhe von 440 km. Davon erreichten 53 ihre Zielumlaufbahn in 550 km Höhe. Seit März 2020 ist der Betrieb von Empfangsgeräten für Starlink in den USA zugelassen, und seit Oktober 2021 ist die Testphase abgeschlossen.

Wie viele Starlink-Satelliten gibt es?

Ebenfalls im Jahr 2021 meldete SpaceX, dass die Marke von 1.000 Starlink-Satelliten im Erdorbit überschritten wurde. Bei einer Produktionsrate von 45 Satelliten pro Woche waren es im April 2022 bereits über 2.100 Satelliten. Am 27. Februar 2025 gab Starlink den Betrieb von 6.750 Satelliten bekannt. Um weltweit verfügbares Breitbandinternet zu realisieren, plant SpaceX kurzfristig, die Kapazität auf circa 12.000 Satelliten zu erhöhen. In der Endausbaustufe sollen es nach aktuellem Stand bis zu rund 40.000 Satelliten werden.

Wie funktioniert Starlink?

Breitbandzugang über satellitengestützte Internetdienste gibt es bereits seit 2012. Die bisherigen Systeme nutzen jedoch geostationäre Satelliten in einer Höhe von etwa 36.000 km. Im Gegensatz dazu befinden sich die Starlink-Satelliten in einer niedrigen Umlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) von rund 550 km. Dies ermöglicht geringere Latenzzeiten, die direkt die Round-Trip-Time und somit die Paketlaufzeit beeinflussen. Zudem werden höhere Bandbreiten erzielt, wodurch die Anzahl der gleichzeitig übertragbaren Pakete steigt.

Im Betrieb kommunizieren die Starlink-Satelliten untereinander sowie mit Bodenstationen auf der Erde. Die Kommunikation zwischen Satelliten und Nutzern erfolgt über Radiowellen im Ku- und Ka-Band. Zum Empfang dieser Signale ist eine sogenannte Starlink-Schüssel erforderlich, eine Phased-Array-Antenne. Seit 2024 können 5G-fähige Handys direkt mit den neuen Starlink-V2-Satelliten verbunden werden. Es ist geplant, diesen Service im Laufe des Jahres 2025 weltweit in zahlreichen Ländern einzuführen.

Über ein geeignetes Empfangsgerät hinaus benötigen Nutzer einen kostenpflichtigen Zugang zur Internetverbindung mit Starlink. SpaceX bietet hierfür verschiedene Modelle für Privathaushalte und Unternehmen an.

Starlink in der Ukraine und Kritik

Im Jahr 2022 wurde Starlink einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als Elon Musk der Ukraine nach dem russischen Angriff mehrere Tausend Endgeräte zur Verfügung stellte, um Schäden an der Kommunikations-Infrastruktur auszugleichen. Allerdings gibt es Kritik, dass die Starlink-Satelliten die Sicht auf den Nachthimmel beeinträchtigen, Kollisionen mit Raumstationen verursachen und Weltraumschrott hinterlassen können.

(ID:50393252)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung