Definition Was ist Smishing?

Von Diderot

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Smishing wird der Versuch von Cyber-Kriminellen genannt, mit Hilfe von irreführenden SMS das Opfer zur Preisgabe sensibler persönlicher Daten zu verleiten, Malware einzuschleusen oder die Überweisung von Geldbeträgen zu veranlassen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Phishing ist allseits bekannt. Bereits in den 90er Jahren trat das kriminelle Phänomen auf, per E-Mail in den Besitz von persönlichen Daten oder Zugangscodes zu kommen sowie Links zu Malware-infizierten Seiten zu verschicken. Das Smishing macht sich für die gleiche betrügerische Absicht das Verschicken von SMS zunutze. Kriminelle versuchen davon zu profitieren, dass viele Menschen mit ihren Smartphones sorgloser umgehen als mit dem PC.

Smishing ködert mit Angst oder Geld

Daten stehlen, Malware verbreiten, Geldüberweisungen veranlassen: Das sind die drei Smishing-Hauptkategorien. In der ersten und häufigsten versuchen Cyber-Kriminelle, an sensible Zugangsdaten zu kommen. Das können Finanzdaten sein, persönliche Daten oder – besonders begehrt – Zugangscodes fürs Online-Banking. Die „Kunst“ des Smishings besteht darin, SMS-Informationen so zu gestalten, dass die Opfer der Nachricht glauben und ihren Anweisungen folgen. Das gelingt besonders gut, indem Ängste geschürt oder Gewinne in Aussicht gestellt werden.

Das Bank-Smishing

Eine besonders verbreitete Methode ist das Bank-Smishing. Es funktioniert deshalb so gut, weil manche Geldinstitute tatsächlich per SMS vor verdächtigen Kontoaktivitäten warnen. Kriminelle machen sich diesen Informationskanal zunutze. Sie warnen vor unbekannten Zahlungsempfängern oder dubiosen Abbuchungen. Gleichzeitig stellen Sie einen Link oder eine Telefonnummer zur Verfügung, mit denen ein „Angriff“ abgewehrt werden kann. Das ganze gibt sich den seriösen Anschein, von der eigenen Hausbank zu stammen. Diese Form des Smishings setzt die Opfer unter Zeitdruck, damit diese in einem vermeintlichen Abgleich der Daten ihre Zugangsinformationen preisgeben.

Das Malware-Smishing

Die zweite Smishing-Kategorie konzentriert sich auf die Verbreitung von Malware. Auch hier geben sich die Kriminellen oft als seriöse Institution aus und bieten den Nutzern vermeintlich hilfreiche Apps an. Gemeinsam mit diesen Apps installiert das Opfer dann eine Malware auf dem Smartphone – zum Beispiel einen Trojaner, der sensible Bankdaten stiehlt. Diese Methode kommt inzwischen seltener vor, da es recht schwierig geworden ist, unsignierte Apps auf modernen Smartphones zu installieren.

Das Trickbetrüger-Smishing

Die dritte Smishing-Kategorie ist eine Angelegenheit von weniger technisch versierten Trickbetrügern. Sie geben sich als persönliche Bekannte oder Vertreter vertrauenswürdiger Institutionen aus und versuchen, Situationen zu fingieren, die das Zahlen eines Geldbetrages notwendig machen. Beispielsweise werden ein Gewinn, eine Erbschaft oder ähnliches in Aussicht gestellt und eine Bearbeitungsgebühr eingefordert, um Geld flüssig zu machen.

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