Definition Was ist Skills Intelligence?

Von Holger Hagedorn 2 min Lesedauer

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Skills Intelligence bezeichnet einen Ansatz, bei dem KI-gestützte Plattformen die Fähigkeiten von Personen erfassen, analysieren und strategisch nutzbar machen. Auf dieser Grundlage können passgenaue Lern- und Entwicklungsplanungen entworfen werden.

Ziel von Skills Intelligence ist es die gegenwärtigen Fähigkeiten der Mitarbeiter zu kartieren, die benötigten Fähigkeiten zu identifizieren und eventuelle Lücken zu analysieren, um die Talententwicklung zu optimieren.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Ziel von Skills Intelligence ist es die gegenwärtigen Fähigkeiten der Mitarbeiter zu kartieren, die benötigten Fähigkeiten zu identifizieren und eventuelle Lücken zu analysieren, um die Talententwicklung zu optimieren.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Als Vorläufer von Skills Intelligence gilt das Kompetenzmanagement der 1990er- und 2000er-Jahre. In dieser Zeit begannen zahlreiche Unternehmen, Kompetenzen systematisch zu erfassen. Die damals genutzten Skill-Listen und Rollenprofile wurden jedoch aufgrund ihrer starren Struktur den schnell wechselnden Anforderungen der Arbeitswelt häufig nicht gerecht.

Mit der Etablierung von HR-Tech und dem Aufkommen cloudbasierter HR-Plattformen in den 2010er-Jahren wurden umfassendere, flexiblere und skalierbare Lösungen möglich. Die automatisierte Skill-Erkennung nahm hier beispielsweise durch die Analyse von Lebensläufen ihren Anfang.

Ab etwa 2015 setzten viele HR-Tech-Unternehmen zunehmend auf KI-Plattformen zur Skill-Erkennung und zum Matching. Dies verhalf Methoden und Technologien wie Skill-Matching, Chatbots und Predictive Analytics zum Durchbruch. Obwohl es keinen gesicherten Beleg für eine konkrete Ersterwähnung gibt, kann davon ausgegangen werden, dass der Begriff "Skills Intelligence" in dieser Zeit entstand.

ESCO und Skills Intelligence: Unterstützung in der Europe-2020-Strategie

Mit dem sprunghaft steigenden Bedeutungsgewinn von HR-Tech gewann Skills Intelligence verstärkt an Aufmerksamkeit und wurde Bestandteil institutioneller Angebote. So kündigte die EU-Plattform Europass zur Darstellung von Bildung, Fähigkeiten und Berufserfahrung die mittlerweile erfolgte Einbeziehung von Skills Intelligence für das Jahr 2020 an. Auch das EU-Klassifikationssystem ESCO (European Skills, Competences, Qualifications and Occupations) unterstützt Skills Intelligence, beispielsweise im Rahmen der Europe-2020-Strategie.

Aktuelle Relevanz von Skills Intelligence

Die Stärken von Skills Intelligence bestehen darin, schnell und praxisnah auf das immer raschere Entstehen und Verschwinden von Jobprofilen zu reagieren. Skills-Intelligence-Lösungen helfen Unternehmen, durch eine bessere Nutzung vorhandener Talente sowie die Optimierung von Weiterbildungsangeboten dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem macht Skills Intelligence die im virtuellen Raum überall verfügbaren Spuren von Kompetenzen aus veröffentlichten Lebensläufen, Projektbeschreibungen und zahlreichen weiteren Quellen sichtbar.

Da Skills Intelligence nicht nur in der Lage ist, Fähigkeiten zu identifizieren, sondern diese auch mit einem bestehenden oder erwarteten Bedarf abzugleichen, lässt sich das System vielseitig einsetzen. Neben der Anwendung im HR-Bereich gibt es Einsatzmöglichkeiten in der Produktion, im Bildungssektor, im Gesundheitswesen, im Vertrieb, in der Forschung sowie in vielen weiteren Bereichen.

Wie geht Skills Intelligence vor?

Die verschiedenen Skills-Intelligence-Lösungen verfolgen naturgemäß jeweils eigene Ansätze. Dennoch lässt sich eine für Skills Intelligence typische Vorgehensweise beschreiben: Sie beginnt mit der Skill-Erkennung, bei der aus allen verfügbaren Quellen Fähigkeiten automatisch extrahiert werden. Beim Skill-Matching erfolgt ein häufig KI-gestützter Kompetenzabgleich mit Anforderungsprofilen. Die darauffolgende Skill-Gap-Analyse identifiziert Kompetenzlücken im Vergleich zu Zielprofilen oder Marktanforderungen. Hieraus kann Skills Intelligence Lernpfad- beziehungsweise Weiterbildungsempfehlungen entwickeln sowie über Workforce Insights Skill-Verteilungen, Trends und den daraus jeweils folgenden strategischen Entwicklungsbedarf visualisieren.

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