Definition Was ist Real-Time Vulnerability?

Von andi_dd

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Der englische Fachbegriff Real-Time Vulnerability beschreibt die Verwundbarkeit von IT-Systemen in Echtzeit. Mit einer Echtzeitüberwachung identifizieren Administratoren unmittelbar mögliche Schwachstellen und können diese beheben.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Real-Time Vulnerability von IT-Systemen gewinnt angesichts der fortschreitenden Digitalisierung an Bedeutung. Unternehmen und andere Institutionen digitalisieren verstärkt interne Betriebsabläufe und die Kommunikation nach außen: Dadurch entsteht eine Vielzahl an potenziellen Schwachstellen, die Kriminelle für Aktionen wie den Diebstahl von Daten nutzen können. Die Echtzeitüberwachung mit geeigneten Softwaretools schafft Abhilfe: Eine zentrale Rolle spielen hierbei Schwachstellenscans.

Mögliche Gefahren bei der Real-Time Vulnerability

Die Komplexität moderner IT-Systeme birgt vielfältige Risiken. Schwachstellen können unter anderem auf Websites, auf Datenservern, in Netzwerken und auf Endgeräten auftreten. Typische Beispiele sind:

  • fehlerhafte Konfigurationen
  • Sicherheitslücken bei Drittanbietern
  • schwache Passwörter
  • fehlende Updates
  • Missbrauch von Nutzerkonten

Diese und weitere Schwachstellen können jederzeit entstehen: Darauf weist die Bezeichnung Real-Time Vulnerability hin. Entsprechend reicht es nicht aus, IT-Systeme in gewisser Regelmäßigkeit zu überprüfen. Wer sich umfassend schützen will, benötigt eine ausgefeilte Echtzeitüberwachung.

Schwachstellenscans decken IT-Risiken in Echtzeit auf

Das zentrale Mittel für die Überwachung der Real-Time Vulnerability sind Schwachstellenscans. Spezielle Softwareprogramme führen diese Scans aus und greifen hierfür auf täglich aktualisierte Datenbanken für Schwachstellen zurück. Sie berücksichtigen sämtliche momentan bekannten Sicherheitslücken und weisen die Administratoren auf das Vorhandensein hin. Nach dem internen oder externen Scan erhalten Verantwortliche einen ausführlichen Report, der die Schwachstellen einzeln auflistet und beschreibt. Das versetzt IT-Experten in die Lage, die Schwachstellen zu beheben.

Interner Scan bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich das Programm auf alle internen Netzwerke und andere nach außen abgeschottete Komponenten konzentriert. Ein externer Scan vollzieht Sicherheitslücken von öffentlichen Websites und Anwendungen nach.

Schwachstellenscans und Co.: Diese Schutzmaßnahmen gibt es

Bei der Überwachung der Real-Time Vulnerability kommt den Echtzeit-Schwachstellenscans die entscheidende Bedeutung zu. Diese automatisierte Verfahren kontrollieren die verschiedenen IT-Systeme fortwährend und schlagen bei entdeckten Risiken sogleich Alarm. Bestenfalls sind Schwachstellenscans Bestandteil einer umfangreichen Schwachstellenanalyse: Die verantwortlichen IT-Spezialisten bewerten hierbei auch strukturelle Gefahren und nehmen eine Priorisierung der potenziell betroffenen IT-Komponenten vor. Im Fall mehrerer Schwachstellen kümmern sie sich auf Basis der Prioritätenliste zuerst um die Komponenten, die wirtschaftlich besonders wichtig sind.

Darüber hinaus empfehlt sich in regelmäßigen Abständen ein Penetrationstest, bei dem ein Experte einen Hacker mimt. Der Pen-Tester versucht manuell, in ein System einzudringen. Im Vergleich zum automatisierten Schwachstellenscan helfen Pentests bei der Real-Time Vulnerability nur bedingt, da sie sich nicht dauernd wiederholen lassen. Diese Tests leisten im Hinblick auf die Echtzeit-Verwundbarkeit dennoch wertvolle Dienste, weil sie strukturelle Probleme aufdecken können. Grundlegende Sicherheitsrisiken können später akute Relevanz erhalten.

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