Definition Was ist Privileged Access Management (PAM)?

Von SiLip 2 min Lesedauer

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Das Privileged Access Management (PAM) ist ein Mechanismus, über den Unternehmen privilegierte Zutritte menschlicher und nicht-menschlicher Benutzer zur betrieblichen IT-Infrastruktur verwalten können. Dabei gilt die „Regel des geringsten Privilegs“.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Die Identitätssicherheitslösung Privileged Access Management inkludiert Cybersecurity-Technologien und -Strategien zur Überwachung des erweiterten Zugriffs und der Nutzungsberechtigungen für User, Konten, Systeme und Prozesse innerhalb einer IT-Umgebung. Damit hilft PAM Unternehmen dabei, ihre Angriffsfläche zu verkleinern und Schäden zu verhindern oder zumindest zu begrenzen, die aus externen Angriffen, aber auch aus Fahrlässigkeit oder Fehlverhalten von Insidern entstehen können.

Funktionsweise des Privileged Access Managements

Beim PAM geht es um die sichere Organisation und Verwaltung hoch privilegierter Benutzerkonten einschließlich der damit verbundenen Berechtigungen. Das betrifft in erster Linie Administratorenkonten und Superuser-Konten, bei denen das Zugriffsrecht weit über das regulärer Standardkonten hinausgeht.

Das Privileged Access Management soll verhindern, dass Zugangsdaten gestohlen und/oder mit dem Konto verbundene Privilegien missbraucht werden. Hierzu stützt es sich auf das Least-Privilege-Prinzip, wonach User nur die Rechte erhalten, die sie unbedingt zum Erfüllen ihrer jeweiligen Aufgaben brauchen. Zu den Kernfunktionen von PAM zählen:

  • das Erkennen privilegierter Konten über Anwendungen, Systeme und Infrastrukturen hinweg,
  • das Verwalten von Berechtigungsnachweisen für privilegierte Konten,
  • das Aufbauen, Verwalten, Aufzeichnen und Kontrollieren von Sitzungen für den interaktiven privilegierten Zugriff,
  • das Delegieren des Zugriffs auf Konten mit besonderen Befugnissen sowie
  • das Überwachen der Reichweite von Eingaben und Befehlen.

Weitere optionale Funktionen sind das Verwalten der Zugriffsrechte für Dienste, Anwendungen und Geräte, der privilegierte Fernzugriff von Mitarbeitern und externen Benutzern sowie die privilegierte Aufgabenautomatisierung (PTA).

Vorteile des Privileged Access Managements

Je mehr Zugriffsrechte und Privilegien ein Benutzer oder ein Konto hat, desto größer ist das Potenzial für Fehler und Missbrauch. Das Implementieren einer PAM-Lösung verringert nicht nur das Risiko für Sicherheitsverstöße, sondern hilft auch dabei, das Ausmaß möglicher Zuwiderhandlungen zu begrenzen.

Einer der Hauptvorteile des Privileged Access Managements besteht in der reduzierten Angriffsfläche für externe und interne Bedrohungen. Mit dem Einschränken von Privilegien für Personen, Anwendungen und Prozesse werden zugleich potenzielle Wege und Zugänge für Cyber-Attacken geschlossen. Überdies schützt PAM vor Maleware-Infektionen, da die Installation oder Ausführung der Schadsoftware erhöhte Zugriffsrechte erfordert.

Zu den weiteren Vorteilen zählen eine verbesserte Betriebsleistung aufgrund der geringeren Wahrscheinlichkeit für Inkompatibilitätsprobleme, die erleichtere Einhaltung der Compliance und die Unterstützung beim Erfüllen von Cyberversicherungsanforderungen.

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