Definition Was ist Phish-Prone-Percentage?

Von SiLip 2 min Lesedauer

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Phish-Prone-Percentage (PPP) ist eine Kennzahl, mit der sich die Anfälligkeit von Unternehmen für Phishing-Angriffe bewerten lässt. Sie gibt an, wie viel Prozent der Mitarbeiter wahrscheinlich auf einen Phishing-Betrug hereinfallen würden.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Ins Deutsche übersetzen lässt sich Phish-Prone-Percentage mit „Prozentsatz der Phishing-Anfälligkeit“. Berechnet wird dieser Anteil, indem die Anzahl der auf einen Phishing-Test hereingefallenen Mitarbeiter durch die Gesamtzahl der Testpersonen dividiert und das Resultat anschließend mit 100 multipliziert wird. Hat ein Unternehmen beispielsweise 50 Mitarbeiter, von denen sich zehn während des Tests von einer Phishing-Mail täuschen lassen, beträgt der Phish-Prone-Percentage 20 Prozent.

Ablauf eines PPP-Tests

Im ersten Schritt werden der Umfang der Kampagne und die Art der zu versendenden E-Mail festgelegt. Diese kann sich als allgemeine Spam-Mail gleichermaßen an alle Unternehmensangehörigen richten oder gezielt auf eine bestimmte Untergruppe von Mitarbeitern ausgerichtet sein. Die Nachricht sollte authentisch genug sein, um ahnungslose Empfänger täuschen zu können. Die gesammelten Daten werden dahingehend analysiert, welche Mitarbeiter die E-Mail öffnen und wer auf Links oder Anhänge klickt. Mittlerweile bieten verschiedene Online-Security-Unternehmen fertige PPP-Tests über das Internet an, sodass der Aufwand für Firmen überschaubar bleibt.

Durchschnittliche Höhe des Phish-Prone-Percentage

Laut einem Benchmarking-Report für den DACH-Raum aus dem Jahr 2023 lagen kleine (1 bis 249 Mitarbeiter) und mittelgroße Unternehmen (250 bis 999 Mitarbeiter) mit PPPs von 26,3 beziehungsweise 26 Prozent nahezu gleichauf. Deutlich schlechter schnitten Großunternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeiter ab, bei denen sich der Phish-Prone-Percentage auf durchschnittlich 34,1 Prozent bezifferte.

Nach 90 Tagen Security-Training sank der PPP in kleinen Unternehmen auf 17,4 Prozent, in mittleren Unternehmen auf 19,1 Prozent und in großen Unternehmen auf 21 Prozent. Ein Jahr monatlicher simulierter Phishing-Tests und regelmäßiger Schulungen führte zu einem Absinken auf 7,7 Prozent in kleinen, 7,8 Prozent in mittleren und 4,5 Prozent in großen Unternehmen.

Nutzen des Phish-Prone-Percentage

Angesichts der Zunahme hacktivistischer Aktivitäten und deren vermehrte Mobilisierung sowie Unterstützung durch nationalstaatliche Gruppen (zum Beispiel durch Russland im Zuge des Ukraine-Krieges) ist die Cybersicherheit in Unternehmen gefährdet wie nie zuvor. Die Kenntnis über den PPP kann dabei helfen, die Notwendigkeit von Cybersicherheitsschulungen in Firmen zu ermitteln und deren Wirksamkeit zu bewerten. Ein hoher Prozentsatz deutet darauf hin, dass die Mitarbeiter besser bezüglich des Erkennens und Vermeidens von Phishing-Betrug geschult werden müssen.

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