Definition Was ist eine Cyber-Police?

Von malimo 2 min Lesedauer

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Eine Cyber-Police (Versicherung) ist eine spezielle Versicherungsform, die Schäden durch Internetkriminalität, Cyberangriffe und Datendiebstahl absichert. Für gewöhnlich schützt diese gegen Eigen- und Drittschäden.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Häufigkeit von Cyberangriffen, Datendiebstahl und Ransomware steigt kontinuierlich – mit zum Teil enormen wirtschaftlichen Folgen. Ein wirksamer Versicherungsschutz durch eine Cyber-Police (Versicherung) bildet zusammen mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auf der IT-Ebene eine wichtige Komponente des digitalen Risikomanagements. Hackerangriffe treffen längst nicht mehr nur große Unternehmen, sondern auch kleine und mittlere Firmen. Die Schäden durch Betriebsausfälle (als Folge von verschlüsselten Daten) und lahmgelegter IT sind beträchtlich.

Welche Schäden deckt eine Cyber-Police ab?

Je nach Anbieter und abgeschlossenem Vertrag deckt eine Cyber-Police die finanziellen Schäden ab, die als Konsequenz aus einem Cyberangriff zum einen für den Versicherungsnehmer selbst und zum anderen für Dritte, also Kunden, Geschäftspartner oder Zulieferer, entstehen. Neben der Regulation des unmittelbaren Schadens hält eine gute Cyber-Police darüber hinaus Service-Leistungen vor, die sich beispielsweise auf die Vermittlung von Security-Experten oder IT-Forensikern beziehen, um die angegriffene IT zu bereinigen und den normalen Geschäftsbetrieb wieder herzustellen.

Leistungen der Cyber-Police: Eigenschäden

Nach einer Cyberattacke kann ein Unternehmen im Ernstfall schon einmal einige Tage stillstehen. Die Cyber-Police zahlt dann einen zuvor vereinbarten Tagessatz, der die laufenden Kosten abdeckt und für entgangenen Umsatz entschädigt. Zum Leistungsportfolio einer guten Cyber-Versicherung gehören außerdem:

  • Wiederherstellung verloren gegangener Daten,
  • Reparaturen an der Hard- und Software,
  • Dokumentation der genauen Ursache des Sicherheitsvorfalls.

Leistungen der Cyber-Police: Drittschäden

Durch einen Cyberangriff können auch Daten von Geschäftspartnern oder Kunden an die Öffentlichkeit geraten. Die DSGVO verlangt die sichere Verwahrung personenbezogener Daten, die PCI DSS die sichere Speicherung von Zahlungsdaten. Bei Verstößen gegen diese Regularien drohen empfindliche Strafen.

Die Cyber-Police :

  • gewährt Rechtsbeistand zur Abwehr von unberechtigten Forderungen,
  • trägt eventuelle Kosten in Zusammenhang mit Datenschutzverletzungen und Vertragstrafen,
  • übernimmt die rechtliche Vertretung bei behördlichen Verfahren sowie im Verbraucherschutz.

Zahlt die Cyber-Police bei Ransomware?

So kontrovers das Thema der Cyber-Erpressung, also das Eingehen auf Lösegeldforderungen, diskutiert wird, so spiegelbildlich zeigt sich auch der Markt der Cyber-Versicherungen. Bei einigen Cyber-Policen ist die Zahlung von Lösegeld integriert – ebenso wie die eventuell erforderliche Unterstützung bei Kontaktaufnahme und Verhandlungen mit den Erpressern. Andere Versicherer hingegen schließen Leistungen bei Erpressung explizit aus – auch um das Geschäftsmodell der Cyberkriminellen nicht indirekt zu unterstützen. Und schließlich gibt es Anbieter, die die Abdeckung von Lösegeldforderungen zu einer separaten Sonderleistung innerhalb der Cyber-Police anbieten.

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