Definition Was ist Digital Experience Monitoring?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

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Digital Experience Monitoring (DEM) beschreibt ein Konzept der ganzheitlichen Überwachung der Nutzerfahrung. Dabei werden das Application Performance und das End User Experience Monitoring verschmolzen. DEM geht aber noch weiter.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Digital Experience Monitoring (DEM - „Überwachung der digitalen Erfahrung“) bezeichnet ein Konzept, bei dem möglichst viele Werkzeuge zum Einsatz kommen, um die Nutzerfahrung ganzheitlich überwachen zu können. Damit ist gemeint, dass alle Abhängigkeiten berücksichtigt werden. Die Bedeutung des DEM wird beispielsweise dadurch deutlich, dass das renommierte Marktforschungsinstitut Gartner es inzwischen als einzelne IT-Kategorie nennt, um die Qualität eines profitorientierten Web-Auftritts zu beschreiben.

Aus diesen Bausteinen setzt sich das Digital Experience Monitoring zusammen

Grundlage für das DEM ist das Application Performance Monitoring – also die Überwachung der Leistungsfähigkeit einer Überwachung. Hinzu kommt das End User Experience Monitoring – die Kontrolle der Erfahrung der Endnutzer. Konkret bedeutet dies, dass das Verhalten der Anwender beobachtet wird. Beide Überwachungen werden verschmolzen, um einen ganzheitlichen Überblick zu gewinnen. Dahinter steht die Annahme, dass sich eine schlechte Leistungsfähigkeit einer Applikation für eine negative Endnutzererfahrung sorgt, aber dies nicht durch die bloße Beobachtung des Verhaltens entdecken lässt. Diesbezüglich ist von einer Abhängigkeit die Rede.

Für das Digital Experience Monitoring kommen deshalb weitere Bausteine hinzu, um wirklich alle Abhängigkeiten zu berücksichtigen, z.B.:

  • Network Performance Monitoring (Überwachung der Leistungsfähigkeit des Netzwerks)
  • Überwachung der eingesetzten Cloud-Dienste
  • Berücksichtigung von Back-End-APIs (für die Endnutzer unsichtbare Schnittstellen)
  • Kontrolle des Content Delivery Networks (Servergruppe, die Inhalte besonders schnell bereitstellt)
  • Internet of Things Monitoring
  • DevOps Monitoring
  • Java Performance Monitoring

Vorteile des DEMs

  • Abbildung der gesamten digitalen Lieferkette bzw. der vollständigen digitalen Customer Journey
  • schnelle Identifikation möglicher Schwachstellen durch umfassende Überwachung
  • Optimierung digitaler Prozesse (DEM deckt ineffiziente Vorgänge als Nebeneffekt auf)
  • Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit

Nachteile des DEMs

Eine echte Schattenseite hat das Digital Experience Monitoring nicht. Es ist stets von Vorteil, alle Abhängigkeiten zu überwachen, die sich auf die Nutzererfahrung auswirken können. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass sich einige Faktoren der eigenen Kontrolle entziehen. Arbeitet der Cloud-Dienst eines Drittanbieters nicht wie gewünscht, kann der Plattformbetreiber dies nicht selbst abstellen. Das DEM gibt ihm in diesem Fall nur einen Hinweis, wie schnell der Cloud-Dienst auf eigene Probleme reagiert und ob die Partnerschaft deshalb dauerhaft Sinn macht.

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