Definition Was ist Cloud-Resilienz?

Von Brainrockers 2 min Lesedauer

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Cloud-Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Systems, Daten und Anwendungen in der Cloud auch bei unvorhergesehenen Störungen verfügbar zu halten. Ein entscheidender Faktor für den reibungslosen Geschäftsbetrieb im digitalen Zeitalter.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Technische Ausfälle, Cyberangriffe, Naturkatastrophen, menschliche Fehler – moderne Cloud-Systeme sind einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt. Die sogenannte Cloud-Resilienz beschreibt die Fähigkeit dieser Systeme, sich gegen diese Gefahren zu behaupten und ihre Dienste (z. B. den Zugriff auf Datenbanken, Speicher oder Kommunikationsanwendungen) ohne Unterbrechung fortzusetzen.

Eine mangelnde Resilienz cloudbasierter Systeme kann unter anderem zu Datenverlusten und Betriebsunterbrechungen führen und in Unternehmen erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Cloud-Resilienz ist daher ein wichtiger Faktor für die Datensicherheit und den geschäftlichen Erfolg. Im Idealfall umfasst sie sowohl präventive Maßnahme (um Störungen zu verhindern) als auch reaktive Maßnahmen (um schnell auf unerwartete Ereignisse zu reagieren und Systeme nach einem Vorfall schnell wiederherzustellen).

Merkmale resilienter Cloud-Systeme

Resiliente Cloud-Plattformen haben spezifische Eigenschaften:

  • Sie besitzen eine hohe Redundanz. Dadurch bieten sie auch bei auftretenden Störungen oder Problemen eine gute Performance und garantieren ihren Nutzern den kontinuierlichen Zugriff auf die angebotenen Dienste.
  • Sie zeichnen sich durch eine hohe Anpassungs- und Lernfähigkeit aus. Das heißt, sie reagieren dynamisch auf sich verändernde Umgebungsbedingungen und passen sich an neue Herausforderungen an. Dazu gehört auch, dass sie aus vergangenen Vorfällen lernen.
  • Sie verhindern Datenverlust durch mehrschichtige Sicherungsstrategien. Diese umfassen - je nach System - sowohl regelmäßige Backups als auch georedundante Speicherlösungen. So ist ein Weiterbetrieb auch bei dem Ausfall eines ganzen Rechenzentrums möglich.
  • Resiliente Cloud-Systemen verfügen über eine Selbstheilungsfähigkeit. Das bedeutet, dass sie bei Ausfällen oder Störungen automatisierte Prozesse in Gang setzen können, um diese Probleme zu isolieren und zu beheben. Menschliches Eingreifen ist nicht erforderlich.
  • Die Widerstandsfähigkeit der Systeme erstreckt sich über eine Vielzahl von Störungen, angefangen bei technischen und physischen Problemen bis hin zu Cyberangriffen und den Folgen von Naturkatastrophen.

Maßnahmen zur Steigerung der Cloud-Resilienz in Unternehmen

Unternehmen können verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Resilienz cloudbasierter Anwendungen zu verbessern. Dazu gehört zum Beispiel das Entwickeln einer sogenannten Multi-Cloud-Strategie. Ziel ist es, die Ressourcen über mehrere Cloud-Anbieter zu verteilen. So sind die Anwendungen und Daten auch bei dem vollständigen Ausfall eines Anbieters weiterhin verfügbar. Eine weitere wichtige Maßnahme sind (möglichst automatisierte) Backups an verschiedenen Standorten (georedundant). Auf diese Weise ist gewährleistet, dass wichtige Daten im Fall eines Ausfalls schnell wiederhergestellt werden können.

Sollte es doch einmal zu einem schwerwiegenden Ausfall kommen, ist es für Unternehmen wichtig, einen Aktionsplan zur Hand zu haben. In diesem sollten Maßnahmen beschrieben sein, die eine schnelle und effiziente Reaktion ermöglichen. So lässt sich die Ausfallzeit so kurz wie möglich halten und der finanzielle Schaden begrenzen. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Cloud-Resilienz sind unter anderem:

  • Installation von Monitoring-Tools
  • Regelmäßige Schulung des Personals
  • Verschlüsselung der Daten und des Datenverkehrs
  • Durchführen von Sicherheitsaudits und Penetrationstests

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