Definition Was ist Bring your own Key (BYOK)?

Von kebi 2 min Lesedauer

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Hinter dem Ausdruck „Bring Your Own Key“, kurz BYOK, verbirgt sich ein Konzept zur nutzerdefinierten Verschlüsselung von Cloud-Diensten. Nicht der Cloud-Anbieter sondern der Anwender beziehungsweise der Kunde verwaltet seine Verschlüsselungsschlüssel selbst.

Beim "Bring Your Own Key" (BYOK)-Konzept können Unternehmen ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel generieren, besitzen und verwalten, anstatt sich auf den Cloud-Anbieter zu verlassen. (Bild: ©  BloomArt - stock.adobe.com / KI-generiert)
Beim "Bring Your Own Key" (BYOK)-Konzept können Unternehmen ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel generieren, besitzen und verwalten, anstatt sich auf den Cloud-Anbieter zu verlassen.
(Bild: © BloomArt - stock.adobe.com / KI-generiert)

Frei übersetzt heißt BYOK also „Bring deinen eigenen Schlüssel mit“. Dies bedeutet, dass der Kunde nicht nur die Cloud-Verschlüsselung selbst definiert, sondern auch auf den Schlüssel, der zu den in der Cloud abgelegten Daten führt, alleinigen Zugriff hat. Das Sicherheitsmodell ist so konfiguriert, dass eine individuellen Verschlüsselungslösung alle Daten zunächst verarbeitet, bevor sie in den Datenspeicher des Cloud-Anbieters geschrieben werden. So gelangen nur verschlüsselte Daten in die Cloud. Diese lassen sich ausschließlich mit dem kundeneigenen Schlüssel wieder entschlüsseln und auslesen.

Vorteile von BYOK

Das Modell ermöglicht Unternehmen und Institutionen die Nutzung von Drittanbietern wie Cloud-Diensten unter Einhaltung der die gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzbelange. Darüber hinaus kann der Anwender unabhängig von der IT-Infrastruktur des Cloud-Dienstanbieters genau die Verschlüsselungstechnologie einsetzen, die am besten zu seinen Ansprüchen passt.

Schwachstellen von BYOK

Der Cloud-Anbieter hat die alleinige Kontrolle über die Hardware und jederzeit Zugriff auf den Server. Somit ist er in der Lage, gezielt nach im Hauptspeicher des Servers gespeicherten Schlüsseln zu suchen, den Speicher zu „dumpen“ und schlimmstenfalls die Daten zu entschlüsseln und auszulesen.

Herausforderungen von BYOK

Das Konzept "Bring Your Own Key" (BYOK), das es Unternehmen ermöglicht, ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel zu verwalten, bietet zwar erhebliche Sicherheitsvorteile, bringt jedoch auch einige Herausforderungen mit sich, die es zu bewältigen gilt:

  • Verwaltungskomplexität: Unternehmen, die BYOK implementieren, übernehmen die komplette Verantwortung für die Verwaltung ihrer Verschlüsselungsschlüssel. Dies schließt die sichere Speicherung und den Schutz vor Verlust ein. Der Verlust eines solchen Schlüssels kann dazu führen, dass die Organisation dauerhaft den Zugang zu ihren verschlüsselten Daten verliert.
  • Schwierigkeiten bei der Schlüsselrotation und -wiederherstellung: Die Notwendigkeit, Verschlüsselungsschlüssel regelmäßig zu rotieren, um die Sicherheit zu gewährleisten, sowie die Möglichkeit, diese beim Verlust sicher wiederherzustellen, erfordern gut durchdachte Prozesse und Technologien. Dieser Aufwand kann erheblich sein und benötigt entsprechende Ressourcen und Know-how.
  • Erhöhter Ressourcenverbrauch: In Umgebungen, in denen viele Kunden ihre eigenen Schlüssel auf gemeinsam genutzter Hardware speichern, kann es zu einem erhöhten Ressourcenbedarf kommen. Dies betrifft die Verarbeitungsleistung und den Speicherplatz, was zu zusätzlichen Kosten und technischen Hürden führen kann.
  • Sicherung exportierbarer Schlüssel: Für den Fall, dass Schlüssel exportierbar sind, müssen Unternehmen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass unbefugte Dritte Zugriff erlangen. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz.
  • Komplexität bei der Schlüsselexport- und Migrationsplanung: Ein effektives BYOK-Management erfordert gründliche Planung, insbesondere wenn es um den Export von Schlüsseln und die Migration zwischen verschiedenen Hardware-Sicherheitsmodulen (HSMs) geht. Dies stellt sicher, dass die Schlüssel jederzeit sicher sind, auch während des Transfers.

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