Business Scout: Digital Engineering

Von der Idee über ein virtuelles Objekt zum realen Produkt

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Strategie statt Komplettlösung

So ein Ansatz klingt komplex, und das ist er auch. So komplex, dass es im Grunde kein PLM-System als Komplettlösung zu kaufen gibt. PLM ist vielmehr eine Strategie, die darauf ausgelegt ist, Daten von und für Konstrukteure und Ingenieure dort abzuliefern, wo sie benötigt werden.

Vor dem Hintergrund, dass gerade diskutiert wird, den Passus »Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch« ins Grundgesetz aufzunehmen, könnte man die Datenbereitstellung auch Informationsmanagement nennen. Aber – wie könnte es anders sein – die Branche hat einen weiteren Anglizismus und dafür wiederum eine weitere Abkürzung entwickelt: Engineering Data Management oder kurz EDM.

Babylonische Sprachverwirrung

In diesem Bereich wird oft aneinander vorbei gesprochen, denn es sind noch andere, ähnliche Begrifflichkeiten dafür im Umlauf, nämlich das so genannte Product Data Management (PDM). Wer will, kann auch Produktdatenmanagement dazu sagen. Andere, teilweise aber schon veraltete Begriffe dafür sind zudem: Engineering Database (EDB), Technisches Informationssystem (TIS) und Zeichnungsverwaltungssystem (ZVS). In PLM-Projekten ist daher besonders wichtig, die Begrifflichkeiten im Lasten- und Pflichtenheft genau zu definieren. Zu oft sprechen Beteiligte von verschiedenen Dingen, während sie dieselben Begriffe verwenden. Investitionen in die eine oder andere Tasse (realen) Kaffees, bei der sich Auftraggeber und Projektleiter mit Definitionen beschäftigen, zahlen sich also in der Regel aus.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Rolle die Spezialisierung bei den Arbeitsprozessen spielt.

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