Quest Software gehört durch Zukäufe und Eingliederungen nun zu den großen Virtualisierungs-Anbietern Vizioncore – Eine Marke verschwindet
Bisher war Vizioncore eine unabhängige Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Quest Software. Die Übergang von Vizioncore in Quest und der Zukauf von Surgient macht Quest zu einem Virtualisierungs-Riesen mit einem umfassenden Partnerprogramm. IT-BUSINESS sprach mit Joachim Guth, Regional Director DACH bei Quest Software.
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ITB: Die Marke Vizioncore existiert seit dem 1. September nicht mehr, warum?
Guth: Quest nutzt die Chance, sich auf dem Virtualisierungs-Markt als unabhängiger Experte für Virtualisierungs-Management zu positionieren. Der Hauptgrund für das Rebranding ist unsere Go-to-Market-Strategie zu vereinfachen, damit unsere Kunden so komfortabel wie möglich mit uns Geschäfte machen können. Durch die Konsolidierung unseres Virtualisierungs-Angebots unter dem Markennamen Quest können wir einen konsequenten Nutzwert liefern, der wie folgt lautet: Quest reduziert die Komplexität und Kosten der Verwaltung von IT in virtuellen, physikalischen und Cloud-Umgebungen für mehr als 100.000 Kunden weltweit.

In den kommenden Monaten werden wir die Marke Vizioncore in die Quest-Software-Gruppe überführen. Auch wenn wir dafür erhebliche Investitionen in den Ausbau unserer Angebote und die Marktpräsenz tätigen – wir glauben, dass unsere Virtualisierungs-Partner von diesem Schritt profitieren, da er unser gemeinsames Profil in der Branche schärft.
Zwei getrennte Einheiten, die unabhängig von einander die Kunden ansprechen, tragen nur zur Verwirrung bei. Der Virtualisierungs-Management-Markt ist extrem wichtig für Quest. Wir planen erhebliche Investitionen in diesem Geschäft, um die besten Produkte, die besten Services und den besten Support zu bieten. Außerdem wollen wir sicherstellen, dass unser Nutzwert sehr klar herausgestellt ist und mit den Kunden im Einklang steht. Wir möchten es für unsere Partner so einfach wie möglich machen, mit uns zusammenzuarbeiten und ihre Umsatzziele zu erreichen. Quests Stärken sind umfangreiche Erfahrungen, jede Menge Branchenexperten, patentierte Technologien, eine vollständige Palette von professionellen Dienstleistungen, einschließlich Beratung und Weiterbildung, sowie Kunden-Support und ein umfassendes Partnerprogramm.
ITB: Welche Vorteile ergeben sich aus der Vereinigung von Quest, Vizioncore und Surgient?
Guth: Quest hat nun alle Komponenten im Portfolio, um die Thematik Cloud Computing aus einer Hand heraus bedienen zu können. Zum Beispiel kann die Software vFoglight verwendet werden, um die tatsächlichen Reaktionszeiten von Anwendungen messbar zu machen. Aus diesen Messergebnissen wird mit der Plattform von Surgient eine Zuweisung der VMs zu entsprechenden Hosts vorgenommen und somit Leistungsengpässen entgegengewirkt.
Die Zusammenführung der einzelnen Lösungen wie vRanger und vReplicator ergeben mit die Grundlage zu automatisierten Prozessabläufen. Im Virtualisierungs-Management steht Quest an vorderster Front und ist bestens vorbereitet für die künftige Technologie.
ITB: Was passiert mit den derzeitigen Vizioncore-Partnern?
Guth: Es gibt keine Veränderung für unsere bestehenden Partner. Im Gegenteil, es eröffnen sich neue Chancen, weitere Lösungen aus dem vergrößerten Portfolio anbieten zu können.
ITB: Was bedeutet das für Enterprise Kunden?
Guth: Eine große Firme wie Quest bietet weitaus mehr Sicherheiten im Bezug auf den Investitionsschutz und die Weiterentwicklung. Ein gesundes Unternehmen mit einer starken Finanzkraft hat weitaus bessere Möglichkeiten in neue Technologien zu investieren und deren Bedürfnisse zu bedienen. Mehr Ansprechpartner und kürzere Wege sind gegeben und unsere Partner haben mehr Möglichkeiten, uns bei großen Projekten einzubinden.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Fachhandelspolitik Quest betreibt und wohin die Entwicklung bei Virtualisierungs-Produkten in 2011 geht.
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