Pläne der EU-Kommission Verbraucher sollen „Recht auf Reparatur“ bekommen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Verbraucher sollen einem Vorschlag der EU-Kommission zufolge ein sogenanntes Recht auf Reparatur für Geräte bekommen. Zunächst soll es Weiße Ware betreffen, wie Staubsauger und Waschmaschinen. Später sollen dann auch Smartphones und Tablets dazu kommen.

Nach Waschmaschinen, Staubsauger und Co. sollen Verbraucher auch bei Smartphones und Tablets ein „Recht auf Reparatur“ bekommen.(Bild:  karepa - stock.adobe.com)
Nach Waschmaschinen, Staubsauger und Co. sollen Verbraucher auch bei Smartphones und Tablets ein „Recht auf Reparatur“ bekommen.
(Bild: karepa - stock.adobe.com)

„Mit dem Vorschlag wird es für die Verbraucher einfacher und kostengünstiger, Waren zu reparieren statt zu ersetzen“, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Der Vorschlag werde dafür sorgen, dass mehr Produkte innerhalb der gesetzlichen Garantiezeit repariert werden, hieß es. So soll verhindert werden, dass Produkte unnötig weggeworfen werden.

Nach Ablauf der Garantie sollen durch das Vorhaben zudem einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten geschaffen werden, technisch reparierbare Produkte wie Staubsauger, Spül- und Waschmaschinen sowie zu einem späteren Zeitpunkt Tablets und Smartphones zu reparieren. So sollen Käufer für fünf bis zehn Jahre bei Herstellern einfordern können, dass Produkte, die nach EU-Recht technisch reparierbar sind, auch repariert werden. Von den geplanten Regeln soll es aber auch Ausnahmen geben. Konkret heißt es: „Im Rahmen der gesetzlichen Garantie sind die Verkäufer verpflichtet, eine Reparatur anzubieten, es sei denn, sie ist teurer als ein Austausch.“

Darüber hinaus sollen Hersteller informieren, welche Produkte sie selbst reparieren müssen. Auf einer nationalen Online-Vermittlungsplattform sollen sich Bürger über Reparaturdienste und Verkäufer überholter Waren informieren können.

Über die Vorschläge müssen nun das Europaparlament und die EU-Staaten beraten und einen Kompromiss zu den Vorschlägen aushandeln. Bis Verbraucher von dem Vorhaben profitieren, dürfte also noch etwas Zeit vergehen.

Neben Verbrauchern soll auch die Umwelt von dem Vorhaben profitieren. Die Kommission argumentiert, dass weniger weggeworfene Produkte auch weniger Abfall und weniger Materialien zur Herstellung bedeuten würden. Somit fielen auch weniger Treibhausgasemissionen an. Geschätzt sollen über 15 Jahre 18,5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen, 1,8 Millionen Tonnen Ressourcen und Abfall in Höhe von 3 Millionen Tonnen eingespart werden.

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