Zukunftschancen und Gefahren für die deutsche ITK-Branche VDE identifiziert mobiles Internet als Wachstumsmotor
Alexander Röder, Vorsitzender der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE, sieht in der Weiterentwicklung des Internets hin zur mobilen, dienstleistungsbasierten Plattform eine große Chance für deutsche ITK-Firmen. Um die damit verbundenen Absatzchancen zu nutzen, rät er zu ineinander greifenden Investitionen in Kommunikationsnetze, Endgeräte, Dienste und die Forschung & Entwicklung (F&E), um gegen die aufholende internationale Konkurrenz nicht das Nachsehen zu haben. Daneben weist er auf den Fachkräftemangel als mögliche Wachstumsbremse hin.
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Das mobile Internet steht dem »Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik« (VDE) zufolge vor großen Entwicklungen und Marktpotenzialen. Deutschland habe die Chance, sich bei der Wandlung des Webs hin zum überall verfügbaren »Internet der Dienste« an die Spitze zu setzen. Dieses »Internet der Dienste« ist laut Alexander Röder, Vorsitzender der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im VDE, dadurch gekennzeichnet, dass sich beliebige Informationen von überall her abfragen lassen, die Nutzer aktiv an Prozessen teilnehmen und Informationen und Dienste zu hochwertigen Dienstleistungen verschmelzen.
Neues Marktpotenzial eröffne dabei die RFID-Technologie, mit der unter anderem via Handy der Datenaustausch zwischen Personen und Gegenständen möglich ist. Daneben seien »Ambient-Assisted-Living-Anwendungen, beispielsweise die Steuerung von Haushaltsgeräten über das Netz, ein Bereich mit Zukunft.
Um die Marktchancen nutzen zu können, die dieser vom VDE auch als Internet 3.0 bezeichnete Trend bietet, müssten gleichzeitig die Kommunikationsnetze und Geräte weiter entwickelt werden. Röder: »Kommunikationstechnik bedeutet nicht nur Software, sondern vor allem das Zusammenwirken von Netzen, Endgeräten und Diensten.«
Der VDE warnt jedoch vor zwei Gefahren, die die möglichen Umsatzsteigerungen verhindern könnten: Der internationale ITK-Markt befände sich in einem rasanten Wandel. So habe sich der Anteil Chinas an den weltweiten Investitionen in Forschung und Entwicklung allein zwischen 1996 und 2004 von rund vier auf elf Prozent erhöht. Auch vor diesem Hintergrund müssten, so Röder, hierzulande die Forschungsausgaben erhöht werden.
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