Symantec veröffentlicht Ergebnisse des »Managed Security in the Enterprise Report 2009« Unzufriedene Mitarbeiter attackieren Unternehmensnetzwerke

Redakteur: Heidi Schuster

In weltweit 1.000 Unternehmen führte Symantec im Januar die Umfrage »Managed Security in the Enterprise Report 2009« zu Bedrohungen aus dem Internet und Managed Security Services durch. 45 Prozent der befragten europäischen Unternehmen gaben an, unter beabsichtigten Attacken der eigenen Mitarbeiter gelitten zu haben.

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Die Bedrohungen aus dem Internet abzuwenden werden für Unternehmen zu einer immer größeren Herausforderung. Doch nicht nur im World Wide Web lauern Gefahren. Unzufriedene Mitarbeiter stellen ebenfalls eine Bedrohung für das Unternehmensnetzwerk dar. Für den »Managed Security in the Enterprise Report 2009« befragte Symantec im Januar 1.000 IT-Führungskräfte und Sicherheitsexperten aus mittelständischen und großen Unternehmen sowie aus öffentlichen Institutionen. Die internationale Studie wurde in den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien durchgeführt.

53 Prozent der deutschen Unternehmen bemerkten in den letzten zwei Jahren einen deutlichen Anstieg an Cyber-Attacken. 42 Prozent prognostizieren für die kommenden zwei Jahre eine weitere Zunahme der Gefahren aus dem Netz. Rückblickend waren 88 Prozent der gesamten Studienteilnehmer von Cyber-Attacken betroffen. 31 Prozent haben regelmäßig Angriffe abzuwehren, zehn Prozent bezeichnen die Zahl der Vorfälle als extrem hoch. Doch die IT-Sicherheit ist auch durch unzufriedene, verstimmte und ehemalige Mitarbeiter gefährdet. So geben 45 Prozent der Unternehmen in EMEA an, bereits Attacken aus den eigenen Reihen oder von Ex-Mitarbeitern erfahren zu haben. Bei 51 Prozent der europäischen befragten Firmen, kam es zu Sicherheitsproblemen, die von Mitarbeitern aus versehen verursacht wurden, da sie schlecht geschult, nachlässig oder rücksichtslos waren.

Stillstand der IT

Bei der Frage, wie die verschiedenen Sicherheitsrisiken für das eigene Unternehmen eingeschätzt werden, stehen Attacken aus dem Internet an erster und zweiter Stelle – mit weitem Abstand vor Risiken wie Naturkatastrophen, traditioneller Kriminalität oder Terrorismus. Weniger überraschend ist, dass die Attacken zu signifikanten Ausfällen bei den betroffenen Unternehmen führen. Von 98 Prozent der Betroffenen mussten 46 Prozent bereits einen kompletten Stillstand ihrer IT-Systeme hinnehmen, in Deutschland waren davon 47 Prozent betroffen. Weltweit wurden 31 Prozent mit dem Diebstahl von persönlichen Kunden- oder Mitarbeiterdaten (Deutschland: 27 Prozent) und 25 Prozent mit der Entwendung von Unternehmensdaten (Deutschland: 34 Prozent) konfrontiert.

Schwierigkeiten bei der Gewährleistung der IT-Sicherheit verzeichneten 49 Prozent. Die meisten Begründungen waren dabei gestiegene Bedrohungen, unpassendes und unzureichendes Personal, strengere gesetzliche Bestimmungen und knappe Budgets. Besonders die Personalfrage macht IT-Verantwortlichen zu schaffen. Zwei von fünf Unternehmen erklärten, unterbesetzt zu sein. Gründe dafür sind Entlassungen, der Mangel an qualifizierten Bewerbern oder fehlende finanzielle Ressourcen. Das Problem verschärft sich dadurch, dass das Fachwissen existierender IT-Mitarbeiter oft nicht ausreicht und es sich schwierig gestaltet, versierte Security-Spezialisten zu halten.

Auf welche Lösungen Unternehmen zurückgreifen, um die Sicherheitsrisiken zu mindern, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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