Hannover-Messe 2022 Treffen der Krisenmanager

Anbieter zum Thema

Pandemie, unterbrochene Lieferketten und der Krieg in der Ukraine: Die Industrie steht vor vielen Problemen. Auf der Hannover Messe wollen die Firmen an alte Zeiten anknüpfen. Kommt mit der Messepräsenz auch ein neues Denken?

Insgesamt präsentierten 2.500 Aussteller auf der Hannover Messe 2022 Trends und Lösungen etwa zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Insgesamt präsentierten 2.500 Aussteller auf der Hannover Messe 2022 Trends und Lösungen etwa zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Vor der Corona-Pandemie war die Hannover Messe das weltweite Schaufenster der Industrie: Was es an technischen Neuigkeiten aus der Industriebranche gab, zeigten die Firmen in den Messehallen in Hannover. Dann kam Corona und die Messe fiel 2020 aus. Auch die abgespeckte Variante im vergangenen Jahr konnte nicht an das Original heranreichen.

Dieses Jahr wollte die Deutsche Messe mit ihrem Flaggschiff wieder durchstarten. Die Prognosen der Industrieverbände waren gut: 2022 sollte wieder ein Boom-Jahr werden. Doch die Krisen sind nicht weniger geworden. Der Krieg in der Ukraine wirft einen großen Schatten über die Messehallen in Hannover. Trotzdem präsentieren sich immerhin rund 2.500 Aussteller vom 30.5.2022 bis 2.6.2022 in zehn Messehallen. Dabei ging es um nicht weniger als die Digitale Transformation einer gesamten Branche. Kaum ein Stand ließ sich auf der größten Industriemesse antreffen, bei dem es sich nicht um Digitalisierung und Automatisierung, digitale Ökosysteme und Nachhaltigkeit drehte.

Industrie im Wandel

Dennoch scheint die Zeit von reinen Produktausstellung vorbei zu sein. So ging es auf der Messe vielmehr um konkrete Anwendungen, Hilfestellungen und Dienstleistungen rund um die digitale Fabrik. Und Themen wie Klimawandel, Energiekrise, Fachkräftemangel und oder Lieferengpässe fehlten ebenso wenig.

Torpediert durch den „Russland-Schock“, den ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel angesprochen hat, sollte Politik und Industrie die hohe Abhängigkeit von China überdenken – ein für Deutschland und Europa entscheidender Markt. Die geopolitische Relokalisierung der Produktion in Richtung Europa ist eine mögliche Antwort. Ob viele Firmen diesen Weg gehen und wann, ist natürlich mehr als fraglich.

Keine einseitigen Abhängigkeiten

Das weltweite Netzwerk der Wirtschaft ist diffizil. Kleinste Störungen wirken sich schnell global auf die gesamte Wirtschaft und den Warenverkehr aus. Doch genau die vielen großen und kleinen Störungen bleiben. Niemand weiß, wie sich beispielsweise Corona im Herbst weiter auswirken wird. Zeigt doch der Lockdown in Shanghai aktuell deutlich, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist und wie ein autokratisches System mit einer Pandemie umgeht.

Die Industrie ist mit Präsenz-Messen wieder zurück. Das hilft vor allem den Lenkern der Unternehmen, um sich besser zu vernetzen. Doch künftig müssen sie noch mehr die Krise denn den gewohnten Erfolg managen. Hannover gab dafür neben der Leistungsschau schon einen guten Vorgeschmack.

(ID:48404673)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung