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Intelligente Häuser
Beim Symposium wurde klar: Automatisierung endet nicht bei programmierbaren Rollläden oder einem intelligenten Heiz-Lüft-System. Die Möglichkeiten sind vielfältig, und manchmal bedarf es einer gewissen Kreativität. So sind beim Concept-Home die Mülltonnen unterirdisch versenkbar, so dass sie weder sichtbar sind, noch im Sommer die Hausbewohner mit üblen Gerüchen belästigen. Ist man schon im Auto auf dem Weg zur Arbeit oder gar in den Urlaub und man hat vergessen, in der Küche die Herdplatte auszuschalten, kann dies einfach via iPhone erledigt werden. Auch die Ver- und Entriegelung von Türen lässt sich über das Mobiltelefon vornehmen.
Das Gründerzentrum A1 in der Ahausener Innenstadt wiederum ist so ausgelegt, dass ein Mieterwechsel innerhalb von 30 Minuten über die Bühne gehen kann. Statt mit klassischen Schlüsseln wird die Haustüre mit einer Karte geöffnet. Eine umständliche Schlüsselübergabe zwischen Vor- und Nachmieter ist nicht nötig. Die Temperaturregulierung sowie Jalousien werden über den PC gesteuert. Klingelt ein Kunde am Hauseingang, das Büro ist jedoch nicht mehr besetzt, wird der Mieter über Handy informiert und kann so auch über die Sprechanlage mit dem Besucher Kontakt aufnehmen.
Early Adopters gesucht
Es gilt nun Early Adopters zu finden, die bereit sind, ihr automatisiertes Heim oder Büro den Kunden zu präsentieren. Unter den Teilnehmern finden sich bereits Partner, die in diese Gruppe fallen. So hat Joachim Sonnabend, Geschäftsführer der Sonnabend GmbH, seinen Neubau schon mit solcher Technik ausgestattet. „Gegenüber dem alten Haus spare ich jetzt 70 Prozent der Energie ein, und das, obwohl die Wohnfläche um 35 Prozent größer ist“, führt Sonnabend aus. „Wobei das Problem der Realisierung eines solchen Projekts in der Zusammenarbeit der verschiedenen Branchen liegt.“
Die Schnittstellen bei der Umsetzung sind nicht besetzt. So legt der Elektriker nur seine Leitungen, der Heizungsinstallateur kümmert sich um die Wärmetechnik und der Klempner verlegt seine Wasserrohre. Jeder hört dort auf, wo sein Bereich endet. Ein Zusammenspiel gibt es in den seltensten Fällen. Was allerdings oft auch am fehlenden Know-how in den Branchen liegt. „Wenn der Elektriker dann auch noch sagt, das bringt doch alles nichts, ist der Kunde erst recht verunsichert und streicht die Automatisierung aus seiner Planung“, sagt Sonnabend. Er wünscht sich eine bessere Vernetzung der Handwerke. Gesucht wird also eine zentrale Instanz, die sich um das Gesamtprojekt kümmert.
Jeder der Anwesenden teilt diese Meinung. Alexander Schaper von NT plus erklärt, dass der TK-Distributor genau deswegen die Initiative „Team 50“ gegründet hat. Hier werden Kompetenzen gebündelt und beim Thema Smart Home arbeiten Architekten, Gebäudeelektriker und TK-Dienstleister Hand in Hand.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Schlüsse Tobit aus der Veranstaltung gezogen hat, und wie die Partnerunterstützung aussieht.
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