VIRTUALISIERUNG & CLOUD COMPUTING Technology Solution Days 2012 Thorsten Hesse, Cortado: „Eigene Geräte erhöhen die Produktivität“

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

Bring Your Own Device (BYOD) fördert laut Cortado-Manager Thorsten Hesse nicht nur die Nutzerakzeptanz, sondern erhöht auch die Produktivität. Der Experte spricht zu dem Thema auf den VIRTUALISIERUNG & CLOUD COMPUTING Technology Solution Days 2012.

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Thorsten Hesse, Manager Innovative Products bei Cortado
Thorsten Hesse, Manager Innovative Products bei Cortado

ITB: Was sind die größten Herausforderungen, vor die Bring Your Own Device (BYOD) die IT-Organisationen stellt?

Hesse: Bei den Herausforderungen steht sicherlich an erster Stelle die Sicherheit von Unternehmensdaten bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre, also eine Mischung aus IT-Sicherheit und rechtlichen Fragen. Sehr wichtig sind auch steuerrechtliche Aspekte, die in der Diskussion oft vergessen werden. Unternehmen, die Kostenersparnisse erwarten, sollten unbedingt prüfen, welche steuerlichen Konsequenzen BYOD für das Unternehmen und die Mitarbeiter hat, beispielsweise den administrativen Aufwand für den Nachweis von Privatgesprächen.

ITB: Warum sollte Unternehmen auf BYOD setzen? Was sind die Vorteile?

Hesse: Die wesentlichen Vorteile liegen vor allem in der größeren Nutzerakzeptanz und der höheren Produktivität: Jeder nutzt das Gerät, das er für seine Aufgaben nutzen möchte. BYOD – definiert als zusätzliche Unterstützung von privaten Geräten, nicht als Ersatz – macht die unsachgemäße Nutzung von privaten Geräten für Unternehmenszwecke überflüssig: Der Mitarbeiter muss keine unsicheren Cloud-Dienste mehr nutzen, wie das heute oft der Fall ist, wenn ihm das Unternehmen eine sichere und genehmigte Alternative zur Verfügung stellt.

ITB: Wie können Untenrehmen die wachsende Zahl mobiler Endgeräte effizient managen?

Hesse: Unternehmen müssen auf der einen Seite Geräte managen und in die IT einbinden, auf der anderen Seite den Nutzern möglichst vielseitige Funktionen auf den Geräten bieten. Mit Sicherheitsbarrieren allein lässt sich keine Sicherheit herstellen, nur mit sicheren Funktionen. Durch Mobile Device Management – das Erzwingen von Datenverschlüsselung und Passwortrichtlinien, die Integration privater Geräte in die IT auf Basis bestehender Rechtesysteme und selektives Fernlöschen von Unternehmensdaten – kann man viele der Sicherheitsbedenken ausräumen, ohne die rechtlichen Grenzen zu überschreiten.

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