Internetsicherheit Surfen ohne Virenschutz und Firewall
Trotz steigender Bedrohungen durch die Cyberkriminalität verzichtet immer noch fast jeder fünfte Internetnutzer auf Security-Software. Die Hälfte aller Onliner verwendet kostenlosen Internetschutz.
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Nach wie vor verzichtet eine hohe Zahl von Internetnutzern auf einen Schutz ihrer Computer, obwohl die Bedrohung durch Cyberkriminalität zunimmt. Einer Umfrage des IT-Branchenverbands BITKOM zufolge, surfen 18 Prozent aller Computernutzer mit Privatrechnern, auf denen weder ein Virenschutz noch eine Firewall installiert sind. „Leider verhält sich ein Teil der Onliner fahrlässig und gefährdet damit sich und andere“, kommentiert BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Damit hat sich das Sicherheitsbewusstsein binnen eines Jahres nur marginal verbessert. 2011 hatten noch 21 Prozent gänzlich auf Sicherheitssoftware verzichtet.
Auf ein kostenpflichtiges Virenschutzprogramm setzt dagegen jeder fünfte Surfer. Fast jeder zweite Internetnutzer (48 Prozent) setzt auf kostenlose Anti-Virus-Software. Bei einem Drittel der Computerbesitzer sind Virenschutz und Firewall im Betriebssystem integriert. Mehr als jeder Vierte (29 Prozent) hat bei seinem Internet-Dienstleister ein Sicherheitspaket gebucht, das die Provider meist gegen einen geringen Aufschlag anbieten. Privatverbraucher und Unternehmen nutzen auch vermehrt Sicherheitsangebote als Security-as-a-Service und schützen ihre Rechner durch automatische Überwachung aus der Cloud.
Verschlüsselung kaum verbreitet
Obwohl sich viele Internetnutzer um die Sicherheit ihrer Daten sorgen, hat sich die Verschlüsselungstechnologie bislang noch nicht durchgesetzt. Lediglich zwölf Prozent der Privatanwender verschlüsseln ihre Daten, 18 Prozent verwenden einen Passwort-Safe. Auf spezielle Programme für anonymes Surfen greifen acht Prozent aller User zurück. □
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