The State of Human Risk Sicherheitsexperten erwarten die Ausnutzung von Kollaborationstools

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Unternehmen fürchten immer mehr, dass Mitarbeitende versehentlich über Kollaborationstools Cyberkriminellen Zugriff auf sensible Daten verschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „State of Human Risk Report“ von Mimecast.

61 Prozent der von Mimecast Befragten glauben, dass es unvermeidlich ist, dass ihr Unternehmen in diesem Jahr einen Cyberangriff über ein Collabortaion-Tool erleiden wird.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
61 Prozent der von Mimecast Befragten glauben, dass es unvermeidlich ist, dass ihr Unternehmen in diesem Jahr einen Cyberangriff über ein Collabortaion-Tool erleiden wird.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die gute Nachricht des „State of Human Risk Report“ ist, dass 51 Prozent der deutschen Unternehmen erfolgreich eine Cybersicherheitsstrategie verfolgen und sich ihre Sicherheit dadurch verbessert hat. Die schlechte Nachricht: Dennoch befürchten 66 Prozent der Sicherheitsexperten, dass ihr Unternehmen 2025 mehr Daten verlieren wird.

Für den Bericht hat der E-Mail-Security-Spezialist Mimecast im November und Dezember 2024 insgesamt 1.100 IT-Sicherheitsexperten und IT-Entscheidungsträger in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Südafrika und Australien befragt.

Vorsicht beim Einsatz von Kollaborationstools

Neben KI-basierten Cyberangriffen gehören Insider-Angriffe und Cyberattacken über Kollaborationstools den Befragten zufolge zu den größten Bedrohungen für Unternehmen. Um diesen Risiken zu begegnen, haben 86 Prozent der Unternehmen 2024 ihr Budget für die Cybersicherheit erhöht. Dabei haben 56 Prozent die Sicherung von Kollaborationstools wie Teams und Slack priorisiert. Denn für 95 Prozent der Befragten sind diese Tools für ihre Arbeit unverzichtbar. 76 Prozent gaben jedoch an, dass solche Lösungen auch Sicherheitslücken verursachen. Weitere 67 Prozent berichteten, dass ihre Mitarbeiter auch unautorisierte Kollaborationstools verwenden. Beides kann gefährlich werden, denn gegenüber dem Vorjahresbericht sind Cyberangriffe auf solche Tools um sieben Prozent gestiegen. 61 Prozent der Befragten befürchten, dass ihr Unternehmen in diesem Jahr durch einen Angriff über Kollaborationstools Schaden erleiden wird.

Angst vor KI-Angriffen und Insider-Bedrohungen

Drei Viertel der Befragte fürchten KI-gestützte Cyberangriffe auf ihr Unternehmen. Rund 65 Prozent glauben sogar, dass ein solcher Angriff innerhalb der nächsten zwölf Monate erfolgen wird. Als Abwehrmaßnahmen setzen Unternehmen auf KI-gestützte Überwachungstools (46 %), Mitarbeiterschulungen zu KI-Bedrohungen (45 %) und simulierte KI-gesteuerte Phishing-Angriffe (42 %).

66 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ein Anstieg des Datenverlustes bedingt durch Insider in den nächsten zwölf Monaten zu einem finanziellen Schaden von durchschnittlich 12,8 Millionen Euro führen wird. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben bereits 43 Prozent einen Anstieg interner Bedrohungen festgestellt. Dazu zählen Mimecast zufolge allerdings nicht nur bösartige Cyberangriffe von ehemaligen oder bestehenden Mitarbeitenden, sondern auch unabsichtlich herbeigeführte Sicherheitsverletzungen, wie das Klicken auf schadhafte Links oder die Datenfreigabe über ein Kollaborationstool.

In folgenden Bereichen sehen die befragten Sicherheitsexperten hohe Fehlerrisiken:

  • Versehentliche Freigabe von Daten (84 %)
  • Übermäßige Weitergabe von Unternehmensinformationen auf Social Media (82 %)
  • Schlechte Passworthygiene (81 %)
  • Verwendung nicht genehmigter Cloud-Speicher oder anderer Angebote (80 %)
  • Zugriff auf Dateien/Apps über ungesicherte Netzwerke (80 %)
  • Verwendung persönlicher E-Mail-Konten (79 %)
  • Nutzung von Tools für die Zusammenarbeit (76 %)
  • Verwendung eines Smartphones für arbeitsbezogene Aufgaben (76 %)
  • Surfen im Internet/Online-Shopping (76 %).

„Wenn man berücksichtigt, dass 80 Prozent aller Sicherheitsvorfälle von gerade einmal acht Prozent der Nutzer verursacht werden, dann ist klar, dass die Implementierung einer umfassenden Human-Risk-Manage­ment-Strategie oberste Priorität für Sicherheits­verantwortliche hat in diesem Jahr“, sagt Masha Sedova, VP, Human Risk Strategist bei Mimecast. Maßgeschneiderte Mitarbeiterschulungen, verbesserte KI-Fähigkeiten und Schutzmaßnahmen gegen Business-E-Mail-Compromise-Betrugsfälle können die Cybersicherheit verbessern.

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