Sovereign Cloud Souveränität als Spektrum
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Die Debatte um Digitale Souveränität pendelt zwischen Warnungen vor großen Abhängigkeiten und antiamerikanischen Beißreflexen. Entscheidend ist nicht, ob ein US-Anbieter souverän sein kann, sondern welcher Grad an Souveränität für welchen Workload nötig ist.
Europa braucht eigene souveräne Cloud-Infrastrukturen – in diesem Punkt sind sich IT-Branche und Digitalpolitik weitgehend einig. Zu groß sei die Gefahr, dass in einer geopolitischen Krise jemand den Stecker zieht oder den berüchtigten Kill Switch betätigt. So weit der Konsens. Danach geraten wirtschaftspolitische Wunschbilder und unternehmerische Realitäten durcheinander, und die Debatte schrumpft schnell auf eine simple Formel: gute europäische Cloud, böse US-Cloud. Wer nachfragt, bekommt das Stichwort CLOUD Act serviert – oder ein ganz persönliches Unbehagen über Donald Trumps Zoll- und Außenpolitik.
Zuspitzungen und Verkaufsargumente
Zwei Beispiele gefällig? Christian Scholz, VP Health & Energy bei Stackit, kommt in einem Blog zu dem Schluss, dass „US-IT-Firmen für europäische Unternehmen zum Geschäftsrisiko“ geworden sind.“ Benjamin Schilz, CEO des Messengerdienstes Wire, lässt US-Präsident Trump in einem LinkedIn-Post gleich per Panzer über Europa rollen. Das Kettenfahrzeug trägt dabei die Logos von AWS, Google und Microsoft. Wie sich das mit den eigenen US-Partnerschaften der Schwarz-Gruppe – etwa Zscaler oder Crowdstrike – und den unzähligen Hard- und Softwareabhängigkeiten Europas verträgt, müssen die Beteiligten selbst beantworten.
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