Deloitte-Studie zum AI Act Skepsis gegenüber KI-Vorgaben der EU

Von Margrit Lingner 1 min Lesedauer

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Nicht ganz leicht verständliche Regularien aus Brüssel stoßen bei Unternehmen auf wenig Begeisterung, zeigt eine Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte. Die Umsetzung der seit August 2024 geltenden KI-Vorgaben dürfte aufwendig werden.

Die neuen EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz stoßen auf Skepsis in deutschen Unternehmen.(Bild:  Jürgen Fälchle - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die neuen EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz stoßen auf Skepsis in deutschen Unternehmen.
(Bild: Jürgen Fälchle - stock.adobe.com / KI-generiert)

In deutschen Unternehmen herrscht Skepsis gegenüber der neuen EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz. Nach einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte bei 500 Managern, die sich in den Unternehmen mit dem Thema beschäftigen, sehen 52 Prozent ihre Innovationsmöglichkeiten dadurch eingeschränkt, knapp 19 Prozent erwarten eine Stärkung.

„Die teils wohl bewusst unklaren Regelungen des AI Act machen eine Auslegung tatsächlich nicht immer leicht“, sagt Deloitte-Partner Till Contzen. „Die Umsetzung der Anforderungen wird je nach Umfang der KI-Nutzung in einem Unternehmen einen erheblichen Aufwand mit sich bringen – zumal viele Unternehmen nicht einmal wissen, wie viel KI sie genau nutzen.“ Erst ein Viertel der Firmen habe sich bereits auf die Umsetzung vorbereitet. Es drohe eine Situation vergleichbar mit der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018.

Eine angemessene Regulierung könne Vertrauen herstellen, aber auch die Innovationskraft schwächen, sagt Deloitte-Digitalexpertin Sarah Becker. Der EU AI Act ist seit August in Kraft und muss in den kommenden zwei Jahren in allen EU-Staaten umgesetzt werden. Bei Nichteinhaltung der Vorgaben drohen hohe Bußgelder.

Deloitte hatte von 24. Juli bis 14. August 500 Manager befragen lassen, die sich in ihrem Unternehmen mit KI befassen. Die Ergebnisse seien „repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 8,5 bis 8,7 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis“.

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