Viel Interesse am IT-Dienstleister Siemens dementiert Gerüchte über Atos-Übernahme

Redakteur: Sarah Gandorfer

Beim Pariser Informatikdienstleister Atos Origin geben sich immer wieder potenzielle Kaufinteressenten die Klinke in die Hand. Diesmal waren Gerüchte über einen 3,9-Milliarden-Euro-Deal mit Siemens im Umlauf. Aus der Konzernzentrale in München kam nun jedoch das Dementi.

Siemens strebe die Übernahme von Atos Origin zum Preis von 3,9 Milliarden Euro an, das schrieb kürzlich ein französisches Magazin. Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser erklärte dazu: »Generell kommentieren wir keine Marktgerüchte, aber dieses ist so absurd, dass ich gerne ausnahmsweise offiziell dementiere.«

Im Oktober 2006 zeigte bereits die Blackstone Group Interesse an Atos. Der Wert des Unternehmens wurde damals auf 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro beziffert. Im Juni bemühte sich der Wettbewerber Capgemini um den Erwerb.

Der Name Siemens tauchte zwar im Zusammenhang mit Atos immer wieder auf, allerdings im umgekehrten Verhältnis: Die Franzosen hätte gerne die SBS übernommen. Siemens entschied sich jedoch gegen einen Verkauf – die Dienstleistungs-Sparte ist jetzt unter dem Namen ITPS in Fujitsu Siemens Computers eingegliedert.

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