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ITB: Und wie glauben Sie, dass sich die IT in Zukunft entwickelt?
Bissinger: Informationen auf Papier im Büro werden weniger. All das wird sich auf den Bildschirm verlagern – es existiert bereits das E-Book. Außerdem wird der Zugang zu Informationen einfacher, was unsere Gesellschaft prägen wird.
ITB: Inwiefern prägen?
Bissinger: Sie sehen ja schon an der Öffnung der DDR, dem Fall der UDSSR oder jetzt die Proteste in Ägypten, dass die Kommunikation immer transparenter wird. Krieg ist eine Dummheit, die durch Unwissenheit, Missverständnisse und Unaufgeklärtheit ausgelöst wird. Optimal wäre natürlich auch eine Transparenz dahin, dass Leistung offen gelegt wird und für diese entsprechend gezahlt wird. Ich nenne hier als Beispiel die schlecht bezahlte Produktion von Billigkleidung in Indien. Wenn über die transparente Kommunikation die Achtung der Intelligenz steigt, kann eine solche Ungerechtigkeit verhindert werden. Dann hätten wir eine schöne neue Welt.
ITB: Haben Sie auch Visionen in Bezug auf die Technik in 20 Jahren?
Bissinger: Wir werden Denkmaschinen haben – Geräte die auf Impulse des menschlichen Gehirns reagieren. Ich kann mir hier beispielsweise eine Putzmaschine vorstellen, der ich sage, dass ich heute Staubwischen möchte. Oder ich kann diese automatisch jeden Mittwoch darauf programmieren, die Wohnung zu wischen.
ITB: Sie geben ein sehr positives künftiges Weltbild wider…
Bissinger: Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass der Mensch die Geräte und Kommunikationsmittel auch mit schlechten Gedanken ausstatten kann.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Siegfried Bissinger den Grundstein für sein Unternehmen legte, indem er von Tür zu Tür ging.
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