Value-Added-Distributor trennt sich von Software-Sparte Kofax ab Scanning-Experte Dicom ist wieder eigenständig

Redakteur: Harald Jacob

Wie im Januar angekündigt, hat Kofax die Distributions-Abteilung an den Investor Hannover Finanz verkauft. Der VAD tritt ab sofort wieder unter dem Namen Dicom auf, den das Unternehmen bis 2008 geführt hatte.

Anbieter zum Thema

Bis vor kurzem war Joachim Froning noch Senior Vice President of Hardware Distribution Sales bei Kofax. Sein Job hat sich zwar nicht entscheidend verändert, doch auf der Visitenkarte steht nun Chief Executive Officer der Dicom International AG. Den Namen Dicom führte das Unternehmen bis 2008, dann firmierte es um in Kofax. So hieß der im Jahr 2000 vollständig übernommene Software-Hersteller, der das Portfolio rund um Scanner und Scan-Tools abrunden sollte.

Doch anscheinend hat die Vereinigung nicht wie gewünscht funktioniert, so gehen die beiden Unternehmen wieder getrennte Wege. Allerdings wird Dicom weiterhin als Hauptdistributor die Software-Lösungen von Kofax vertreiben. Insofern ändert sich für die Kunden wenig.

Den Unternehmenssitz hat Dicom in Rotkreuz in der Schweiz. Neben CEO Froning kommen zwei weitere Kofax-Manager als Anteilseigner ins Unternehmen; sie werden die Positionen des Chief Financial Officers (CFO) und des Chief Operating Officers (COO) besetzen. Als weiterer Anteilseigner wurde Stefan Gaiser, ehemaliger CFO der Kofax plc, gewonnen. Er fungiert als Aufsichtsratsvorsitzender der Dicom International AG.

Ausbau des Geschäfts im Fokus

Joachim Froning kommentiert den Start des nun eigenständigen Unternehmens optimistisch: „Alle in diesen Prozess involvierten Parteien empfinden diesen Schritt als zukunftsweisend. Wir selbst können uns jetzt vor dem Hintergrund eines starken und an einer langfristigen Geschäftsbeziehung interessierten Investors voll auf den weiteren Ausbau unserer marktführenden Position und unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots konzentrieren.“

Rund 20 Millionen US-Dollar sollte der Verkauf von Dicom an einen Finanzinvestor in die Kassen von Kofax spülen, hieß es im Januar. Damals rechnete man mit einem Abschluss der Transaktion bis März. Etwas länger hat es nun doch gedauert, und ob der erwartete Kaufpreis tatsächlich erzielt werden konnte, bleibt im Dunkeln.

(ID:2051908)