Deutschland ist unter Druck und der Mittelstand steht vor großen Herausforderungen – effiziente Prozesse sind notwendig. Moderne ERP-Lösungen schaffen hierbei Abhilfe: Sie können den Mittelstand stärken und Deutschlands Innovationskraft sichern.
Moderne ERP-Lösungen als Schlüssel zur Zukunft: Der Mittelstand steht unter Druck – cloudbasierte Systeme schaffen Flexibilität und Effizienz.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)
Deutschland ist wirtschaftlich angeschlagen – laut der aktuellen ifo-Konjunkturprognose sogar wie gelähmt. Die technologische Vorreiterschaft steht auch auf der Kippe – so lässt sich das aktuelle Innovationssystem zwar als stabil, aber zu wenig dynamisch beschreiben, wie das Ergebnis des Innovationsindikators 2023 zeigt. Und der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft? Er steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen und ist mehr denn je darauf angewiesen, die Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten.
Doch genau hier liegt oft das Problem: Die meisten Unternehmen kämpfen mit veralteten und unflexiblen ERP-Systemen, die mehr Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, als sie einsparen. An diesem Punkt kommt ERP-as-a-Service ins Spiel.
Der Mittelstand: Rückgrat der deutschen Wirtschaft
Der Mittelstand spielt eine entscheidende Rolle in der deutschen Wirtschaft. Als Rückgrat und Motor für Innovation, Beschäftigung und wirtschaftliche Stabilität ist der Mittelstand für einen Großteil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Arbeitsplätze verantwortlich. Dennoch steht der Mittelstand vor erheblichen Herausforderungen. Laut der Studie„ESG-Strategie und Berichterstattung – Status und Umsetzung im deutschen Mittelstand“ der Beratungsgesellschaft Pwc sind die zehn wichtigsten Herausforderungen für den Mittelstand in den nächsten Jahren
10. Entwicklung neuer Geschäftsmodelle/Innovationsmanagement (34 %).
Diese Herausforderungen erfordern gute Ansätze, die Bewältigung komplexer Prozesse und erfordern ständige Anpassungen und Optimierungen, um Effizienz und Produktivität zu gewährleisten. Sie machen deutlich, dass der Mittelstand mehr denn je auf effiziente und flexible Lösungen angewiesen ist, um seine zentrale Rolle in der deutschen Wirtschaft auch in Zukunft ausfüllen zu können.
Probleme und Defizite in der Prozessoptimierung
Die Prozessoptimierung im deutschen Mittelstand wird maßgeblich durch veraltete und unflexible ERP-Systeme behindert. Diese Legacy-ERP-Lösungen, die oft auf monolithischen Architekturen basieren, erweisen sich als schwerfällig und ineffizient. Die Integration neuer Technologien und die Anpassung an dynamische Geschäftsanforderungen sind in diesen starren Systemen äußerst komplex und ressourcenintensiv. Zudem erfordern sie häufig umfangreiche manuelle Eingriffe und Wartungsarbeiten, was die IT-Abteilungen erheblich belastet und wertvolle Ressourcen bindet.
Ein weiteres signifikantes Problem ist die Zögerlichkeit beim Umstieg in die Cloud. Viele Unternehmen verharren aus Sicherheitsbedenken, hohen Anfangsinvestitionen und mangelndem technischem Know-how in traditionellen On-Premises-Umgebungen. Letztlich resultiert diese konservative Haltung in einem signifikanten Wettbewerbsnachteil und einer geringeren Innovationsfähigkeit der betroffenen Unternehmen.
Die wichtigsten Vorteile moderner Cloud-ERP
Cloudbasierte ERP-Systeme bieten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mehrere zentrale Vorteile:
1. Effizienzsteigerung: ERP-Systeme integrieren verschiedene Geschäftsbereiche wie Finanzen, Lager und Vertrieb in einer Plattform, automatisieren Routineaufgaben und reduzieren Fehler.
2. Bessere Entscheidungsfindung: Durch Echtzeit-Datenzugriff und integrierte Analyse-Tools können Unternehmen fundierte Entscheidungen schneller treffen.
3. Kostenreduktion: Optimierte Prozesse und die Vermeidung von Doppelarbeit senken die Betriebskosten erheblich.
4. Verbesserte Zusammenarbeit: Zentralisierte Daten fördern die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen.
Insgesamt ermöglichen ERP-Systeme KMUs, effizienter zu arbeiten, Kosten zu sparen und wettbewerbsfähiger zu bleiben.
Oldie vs. moderner Goldie: ERP-as-a-Service und on-premises
Wie die Studien zeigen, ist der technologische Unterschied zwischen ERP-as-a-Service und veralteten ERP-Systemen oder gar keinen erheblich und beeinflusst sowohl die Effizienz als auch die Flexibilität eines Unternehmens maßgeblich.
Architektur und Infrastruktur: Traditionelle ERP-Systeme basieren häufig auf monolithischen Architekturen, die lokal auf den Servern des Unternehmens installiert sind. Diese Systeme erfordern umfangreiche Hardware-Investitionen, regelmäßige Wartung und manuelle Updates. Im Gegensatz dazu basiert ERP-as-a-Service auf einer Cloud-Architektur. Die Software wird über das Internet bereitgestellt und auf den Servern des Serviceanbieters gehostet. Dies reduziert den Bedarf an unternehmenseigenen Hardware-Ressourcen und ermöglicht eine automatische Skalierung je nach Bedarf.
Flexibilität und Skalierbarkeit: Anpassungen und Erweiterungen bei traditionellen ERP-Systemen sind oft zeitaufwendig und kostspielig, da jede Erweiterung physische Infrastruktur erfordert. Cloudbasierte ERP-Lösungen hingegen bieten eine hohe Flexibilität und sind leicht skalierbar. Unternehmen können schnell auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren und zusätzliche Funktionen oder Ressourcen bei Bedarf hinzufügen, ohne erhebliche Investitionen tätigen zu müssen.
Wartung und Updates: Updates und Wartungsarbeiten müssen bei traditionellen ERP-Systemen manuell durchgeführt werden, was zu Systemausfällen und Betriebsunterbrechungen führen kann. Zudem können Sicherheitslücken länger bestehen bleiben, bis ein Update eingespielt wird. ERP-as-a-Service hingegen ermöglicht automatische Updates und Wartungsarbeiten durch den Serviceanbieter, was die Systemverfügbarkeit erhöht und Sicherheitslücken schneller schließt. Nutzer profitieren stets von der neuesten Softwareversion ohne zusätzlichen Aufwand.
Kostenstruktur: Die Kosten für traditionelle ERP-Systeme beinhalten hohe Anfangsinvestitionen in Hardware und Lizenzen sowie kontinuierliche Kosten für Wartung und Upgrades. Bei ERP-as-a-Service entfallen die hohen Anfangsinvestitionen. Stattdessen zahlen Unternehmen eine monatliche oder jährliche Gebühr basierend auf der Nutzung. Dies macht die Kosten planbarer und oft auch niedriger.
Integration und Interoperabilität: Die Integration mit anderen Softwarelösungen ist bei traditionellen ERP-Systemen oft kompliziert und kann die Systemperformance beeinträchtigen. Datenflüsse zwischen verschiedenen Systemen sind meist unflexibel und anfällig für Fehler. Moderne Cloud-ERP-Lösungen sind in der Regel besser auf Integration und Interoperabilität ausgelegt. Sie bieten standardisierte Schnittstellen (APIs), die eine nahtlose Integration mit anderen Cloud-Diensten und Anwendungen ermöglichen.
Zugänglichkeit und Mobilität: Der Zugriff auf traditionelle ERP-Systeme ist oft auf lokale Netzwerke beschränkt, was die Mobilität und Remote-Arbeit einschränkt. Da ERP-as-a-Service über das Internet zugänglich ist, können Mitarbeiter von überall und jederzeit auf das System zugreifen. Dies erhöht die Flexibilität und Produktivität, insbesondere in Zeiten von Home-Office und mobilen Arbeitsplätzen.
Durch diese technischen Unterschiede ermöglicht ERP-as-a-Service Unternehmen, effizienter und flexibler zu arbeiten, was insbesondere in dynamischen und sich schnell verändernden Marktumfeldern entscheidend ist.
Fazit und Ausblick
Der Mittelstand ist mehr denn je darauf angewiesen, seine Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten. Die Nutzung von Cloud-Lösungen bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber traditionellen On-Premises-Lösungen und kann einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten sowie die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands stärken. ERP-as-a-Service ist dabei ein konkretes Beispiel für die Vorteile, die Cloud-Lösungen bieten können. Die Einführung solcher Technologien stellt nicht nur eine kurzfristige Lösung für aktuelle Probleme dar, sondern dient langfristig zur Sicherung der wirtschaftlichen Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
* Der Autor Ertan Özdil ist Geschäftsführer und Gründer der Weclapp GmbH. Seiner Leidenschaft für Digitalisierung, Entrepreneurship und Machine Learning widmet er nicht nur einen Großteil seiner persönlichen Zeit, sie prägte auch maßgeblich seine Karriere. Erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Software-Entwicklung sammelte er Anfang der 1990er mit der Entwicklung eines Warenwirtschaftssystems für einen IT-Großhändler. 2001 entwickelte er eine Lösung für das Customer Relationship Management. Das gewonnene Know-how aus diesen beiden Schlüsselprojekten sowie zahlreiche Prozessberatungen in Unternehmen führten 2008 zu der frühen und richtungsweisenden Idee von Weclapp.
Bildquelle: Weclapp GmbH
(ID:50210211)
Stand: 08.12.2025
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