Warum ist präventive Sicherheit so wichtig ist So unterstützen SIEM-Produkte bei der Umsetzung der NIS2-Richtlinie

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Rheinwald 3 min Lesedauer

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Die NIS2-Richtlinie revolutioniert die Sicherheitslandschaft in der EU. Diese erweiterte Gesetzgebung stärkt nicht nur die Resilienz kritischer Infrastrukturen, sondern schafft auch neue Maßstäbe für den Umgang mit Cyberbedrohungen. Welche Rolle präventive Maßnahmen und moderne SIEM-Systeme dabei spielen zeigt dieser Beitrag.

SIEM-Produkte sind ein valides Werkzeug für Unternehmen, die präventive Sicherheit praktizieren und die Anforderungen der NIS2-Richtlinie erfüllen wollen.(Bild:  Tobias - stock.adobe.com)
SIEM-Produkte sind ein valides Werkzeug für Unternehmen, die präventive Sicherheit praktizieren und die Anforderungen der NIS2-Richtlinie erfüllen wollen.
(Bild: Tobias - stock.adobe.com)

Die NIS2-Richtlinie ist eine überarbeitete Fassung der ersten EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS), die 2016 in Kraft trat. Die NIS2-Richtlinie soll die Resilienz und Sicherheit der kritischen Informationsinfrastrukturen in der EU stärken und einen einheitlichen Rechtsrahmen für die Meldung und Bekämpfung von Cyberangriffen schaffen. Die NIS2-Richtlinie gilt für eine erweiterte Anzahl von Sektoren und Dienstleistern, die als wesentlich oder wichtig für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, der Gesundheit, der Sicherheit und des wirtschaftlichen Wohlergehens der EU angesehen werden.

Betroffene Unternehmen sind demnach ab sofort verpflichtet, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko von Cyberangriffen zu verringern und deren Auswirkungen zu minimieren. Dazu gehört auch die Durchführung regelmäßiger Risikobewertungen, die Einrichtung von Sicherheitsrichtlinien und -verfahren, die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter, die Überwachung und Prüfung der Sicherheitsmaßnahmen, die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen, die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren und die Meldung von Vorfällen an die zuständigen Behörden. Die NIS2-Richtlinie sieht auch Sanktionen für Unternehmen vor, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen oder falsche oder irreführende Informationen über ihre Sicherheitslage liefern.

Warum ist präventive Sicherheit notwendig?

Die NIS2-Richtlinie unterstreicht die Bedeutung von präventiver Sicherheit, um Cyberangriffe zu vermeiden oder zu verhindern, bevor sie Schaden anrichten können. Präventive Sicherheit bedeutet, dass Unternehmen proaktiv und kontinuierlich ihre Cyberrisiken identifizieren, analysieren, bewerten und behandeln, um ihre Angriffsfläche zu reduzieren und ihre Abwehrfähigkeit zu erhöhen. Präventive Sicherheit erfordert eine ganzheitliche Sicht auf die Cyberbedrohungslandschaft, die sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigt, wie zum Beispiel die Schwachstellen der eigenen Systeme, die Aktivitäten und Motive der Angreifer, die Branchentrends und die regulatorischen Anforderungen.

Der Paradigmenwechsel hin zur Prävention ist wichtig, weil Cyberangriffe immer häufiger, raffinierter und zerstörerischer werden. Cyberangriffe können erhebliche finanzielle, operative, rechtliche und reputationsbezogene Folgen für Unternehmen haben. Als Konsequenz können Geschäftsprozesse, die Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen bei Kunden, Partnern und Behörden nachhaltig beeinträchtigt werden. Cyberangriffe können auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt haben, wenn sie kritische Infrastrukturen und Dienstleistungen stören oder kompromittieren. Daher ist es im Interesse der Unternehmen und der EU, präventive Sicherheit als eine strategische Priorität und einen Wettbewerbsvorteil zu betrachten.

Wie können SIEM-Produkte präventive Sicherheit unterstützen?

SIEM steht für Security Information and Event Management und bezeichnet eine Kategorie von Softwareprodukten, die Unternehmen dabei helfen, ihre Sicherheitslage zu überwachen, zu analysieren und zu verbessern. SIEM-Produkte sammeln, korrelieren und visualisieren Daten aus verschiedenen Quellen, wie zum Beispiel Netzwerkgeräten, Servern, Anwendungen, Sicherheitssystemen, Benutzeraktivitäten und externen Bedrohungsdatenbanken. SIEM-Produkte ermöglichen es Unternehmen, Anomalien, Schwachstellen, Angriffe und Vorfälle in Echtzeit oder historisch zu erkennen, zu untersuchen und zu beheben. SIEM-Produkte unterstützen auch die Einhaltung von Sicherheitsstandards und -vorschriften, indem sie Audit- und Berichtsfunktionen bereitstellen.

SIEM-Produkte können präventive Sicherheit unterstützen, indem sie Unternehmen folgende Vorteile bieten:

  • Verbesserung der Sichtbarkeit und des Bewusstseins für die Sicherheitslage mittels einer zentralen und konsolidierten Ansicht relevanter Sicherheitsdaten aus verschiedenen Quellen.
  • Früherkennung und Prävention von Cyberangriffen durch Analyse- und Korrelationsfunktionen. Anomalien, Schwachstellen, Angriffe und Vorfälle werden identifiziert und zu priorisiert.
  • Schnellere Reaktion und Bekämpfung von Cyberangriffen.
  • Einhaltung von Sicherheitsstandards und -vorschriften. Audit- und Berichtsfunktionen, die die Sicherheitsmaßnahmen, -ergebnisse und -nachweise dokumentieren, werden bereit gestellt.

SIEM-Produkte sind also ein valides Werkzeug für Unternehmen, die präventive Sicherheit praktizieren und die Anforderungen der NIS2-Richtlinie erfüllen wollen. SIEM-Produkte können Unternehmen helfen, ihre Cyberrisiken zu reduzieren, ihre Sicherheitsleistung zu verbessern und ihr Vertrauen bei den Stakeholdern zu stärken.

Über den Autor: Wolfgang Rheinwald ist Partner Strategy Manager bei LogRhythm.

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