Katja Neumann von Vertiv Nachhaltigkeit tut den Rechenzentren gut

Von Dr. Dietmar Müller 3 min Lesedauer

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Der Wechsel von On-Premises- zu Cloud-Diensten wird die Nachfrage nach hyperskalaren Rechenzentren erhöhen, und darauf freut sich Katja Neumann, Vertivs Channel Sales Director Central Western Europe. Denn Vertiv kann die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen umfangreich befriedigen.

Katja Neumann, Vertivs Channel Sales Director Central Western Europe bei Vertiv(Bild:  Vertiv)
Katja Neumann, Vertivs Channel Sales Director Central Western Europe bei Vertiv
(Bild: Vertiv)

Vertiv ist ein Experte für Lösungen sowohl im Edge- als auch im Core-Bereich von Hyperscale-/Colocation-Centers, die Abwärmenutzung und das übergreifende Management von Rechenzentren. Das Mikrorechenzentrum Vertiv VRC-S steht dafür beispielhaft – es lässt sich als Plug-and-Play-System in Edge-Anwendungen installieren und bietet einen vollständig werksseitig montierten IT-Schrank inklusive Geist-Stromverteilungseinheit (PDU), VRC-Rack-Kühlkits mit bis zu 3,5 kW und integriertem oder Split-Wärmeabgabesystem (-15 °C oder -34 °C) sowie Vertiv Intelligence Director-Software zur Fernüberwachung und -verwaltung.

Das ist allerdings nur ein Beispiel unter vielen. Katja Neumann, Channel Sales Director Central Western Europe, könnte im Gespräch noch stundenlang umweltfreundliche Lösungen aufzählen. Als weitere Beispiele nennt sie:

  • die Thermal-Management-Einheit für eine seitliche Montage Liebert DCL,
  • die Infrastrukturlösung SmartAisle 2,
  • Integrated Multivendor Support (IMS)-Lösungen oder
  • die Multi-Rack-Einheit SmartRow.

„Besonders innovativ ist aber unser Ende letzten Jahres vorgestelltes TimberMod, eine modulare Rechenzentrumslösung aus Massivholz. Indem wir den üblicherweise verwendeten Stahl einsparen, helfen wir unseren Kunden, ihre Klimaziele zu erreichen und Ressourcenverbrauch sowie CO2-Emissionen zu verringern“, so Neumann.

Hohe Nachfrage trifft auf zukunftssichere Lösungen

Die Vertiv-Produkte zeichnen sich ihrer Meinung nach insbesondere durch ihre Zukunftssicherheit aus. „Die Lösungen sind skalierbar und können aktualisiert werden, wenn HPC- und sogar High-Density-AI-Anforderungen entstehen“, erläutert Neumann.

Über die Nachfrage muss sich die Partner-Verantwortliche eigentlich keine Sorgen machen – die Rechenzentrums-Branche ist zum Umstieg auf „nachhaltige“ Komponenten gezwungen. So ist erst vor kurzem in Europa die Energieeffizienz-Richtlinie (EED) als Teil des Green-Deal-Pakets der EU in Kraft getreten. Ab Mai dieses Jahres wird von den Betreibern mit einer Leistung von mehr als 500 kW beispielsweise verlangt, einen Bericht über ihren Installationen zu verfassen. Bei mehr als 1 MW müssen sie „bewährter Verfahren gemäß dem Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Rechenzentren“ einhalten. Hinzu kommen demnächst auch Abfallverwertungssysteme.

„Vertiv wird hier wichtige Informationen zum Lebenszyklus von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen bereitstellen, um das Einhalten der neuen Vorgaben für die Kunden zu erleichtern“, erläutert Neumann. Es stünden aber zusätzlich auch noch regulatorische Änderungen in Bezug auf die in den Kältemaschinen verwendeten Kühlgase an: „Kältemittel auf Basis von F-Gasen – also fluorierte Gase - sind derzeit noch erlaubt. Ab 2025 werden diese Kältemittel jedoch je nach Leistung schrittweise durch Alternativen mit niedrigeren GWP-Werten (Global Warming Potential) ersetzt.“ Der GWP-Wert hängt bekanntlich von der Leistung des Kühlgeräts ab.

Neue Trends für mehr Nachhaltigkeit

Apropos: Wenn es um Kühlung geht, sei Flüssigkeitskühlung weiter unschlagbar, so die Managerin. Aus diesem Grund habe Vertiv zuletzt CoolTerra übernommen – zum Ausbau der internen Kompetenz.

„Aktuell wird viel über die Themen Regulatorik, das Erreichen einer hohen Dichte, Flüssigkeitskühlung, die Verfügbarkeit von Energie sowie Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum diskutiert“, beobachtet Neumann darüber hinaus an neuen Entwicklungen. „Ein Zukunftsthema sind standardisierte Lösungen für Racks, Reihen und Gänge für kürzere Entwicklungszeiten und einfachere Bereitstellung. Der Wechsel von On-Premises- zu Cloud-Diensten wird die Nachfrage nach hyperskalaren Rechenzentren erhöhen“, zeigt sie sich überzeugt.

Und was ist mit dem jüngsten Hype, der mittlerweile unvermeidlichen Künstlichen Intelligenz (KI)? Deren Auswirkungen sieht sie hoffnungsfroh entgegen: „KI und die Anforderungen für HPC, also eine hohe Dichte, haben beispielsweise einen positiven Einfluss darauf, Strom einzusparen. Die weitere Verbreitung von Edge-Installationen in Kombination mit nahen, sauberen Stromquellen helfen zusätzlich, Stromverteilungsverluste zu verringern und die Datenlatenz zu reduzieren.“

Neumann ist nur eine von vielen Mitwirkenden an unserem aktuellen Channel Fokus zum Thema „Power & Cooling“, in dem insbesondere und ausführlich Stromversorgung und Kühlung angesprochen werden. Erfahren Sie, wie Partner und Serviceprovider im IT-Markt und der Rechenzentrums-Branche 2024 auf neue rechtliche Vorgaben reagieren und Ausgaben begrenzen können.

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