PwC AI Jobs Barometer 2025 Mehr KI, mehr Lohn – weniger Abschlüsse

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Menschen. Laut einer PwC-Studie steigen Löhne für KI-Fachkräfte rapide. Gleichzeitig verlieren formale Abschlüsse an Bedeutung. Dafür steigt die Produktivität etwa in Softwareentwicklung und Finanzdienstleistung.

PwC zeigt: KI-Fähigkeiten steigern Löhne und verändern Jobprofile. Abschlüsse verlieren an Bedeutung.(Bild:  KI-generiert)
PwC zeigt: KI-Fähigkeiten steigern Löhne und verändern Jobprofile. Abschlüsse verlieren an Bedeutung.
(Bild: KI-generiert)

Künstliche Intelligenz verdrängt keine Jobs, sie verlagert sie – und macht sie teurer. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat im Rahmen ihres AI Jobs Barometer 2025 knapp eine Milliarde Stellenanzeigen aus 24 Ländern analysiert. Die Auswertung zeigt: Wer mit KI umgehen kann, verdient mehr. 2024 lagen die Löhne in KI-nahen Jobs weltweit im Schnitt 56 Prozent über denen vergleichbarer Positionen. Im Jahr davor waren es noch 25 Prozent.

Die Studie konstatiert zudem ein vierfaches Produktivitätswachstum in stark KI-exponierten Branchen wie Softwareentwicklung und Finanzdienstleistungen – konkret von 7 Prozent (in den Jahren 2018–2022) auf 27 Prozent (zwischen 2018–2024). Branchen mit geringerem KI-Einfluss, darunter Bergbau und Gastgewerbe, verzeichnen dagegen ein leichtes Minus.

Statt also Beschäftigung zu vernichten, verschiebt sich der Fokus: Der Output pro Kopf steigt – und mit ihm der wirtschaftliche Wert der Beschäftigten. Besonders deutlich werde das, so PwC, in der Relation zwischen Umsatz und Mitarbeiterzahl.

Skill schlägt Studium

Der Anstieg der Anforderungen ist rasant. In Berufen, die stark von KI betroffen sind, ändern sich die geforderten Qualifikationen laut Studie um 66 Prozent schneller als in anderen Bereichen. In Deutschland liegt die Veränderungsrate bei 36 Prozent. Besonders auffällig: Der Anteil der Jobanzeigen mit Hochschulabschluss-Anforderung sinkt – trotz steigendem Anspruch.

Nur noch 36 Prozent der KI-spezifischen Positionen verlangen 2024 einen akademischen Abschluss. 2019 waren es noch 47 Prozent. Stattdessen zählt, was jemand mit der Technologie anzufangen weiß. Ob „AI augmented“ oder „automated“ – gefragt sind praktische Skills, nicht Zertifikate.

Landwirtschaft überholt Industrie

Während der Fokus oft auf digitalen Branchen liegt, liefert die Studie eine überraschende Erkenntnis: Die höchsten Wachstumsraten bei KI-gestützten Stellenanzeigen verzeichnet die Landwirtschaft – mit über 200 Prozent für „AI augmented“-Jobs und über 100 Prozent für vollautomatisierte Rollen zwischen 2019 und 2024. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 58 bzw. 26 Prozent.

Auch Freizeitwirtschaft, Bergbau und Bildungssektor holen auf. Die Zahlen deuten darauf hin, dass KI längst nicht mehr nur ein Thema für Großunternehmen und Tech-Konzerne ist. Der Shift erreicht die Breite – mit steigender Geschwindigkeit.

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