Ausbau der Value-Distribution und weitere Akquisitionen stehen auf dem Plan Mega-Fusion: Wie Also und Actebis zur Nummer eins in Europa werden wollen
Die Fusion von Actebis und Also soll bis Jahresende abgeschlossen sein und den Weg zur Nummer Eins im europäischen Distributionsmarkt ebnen. Also-Konzernchef Thomas Weissmann und Actebis-Chef Klaus Hellmich erläutern, wie man dieses Ziel erreichen will.
Anbieter zum Thema
Die Fusion von Actebis und Also ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Das machten die Chefs der beiden Konzerne bei der Ankündigung des geplanten Zusammenschlusses klar. „Diese Fusion bietet die Basis und liefert das Potenzial für weitere Schritte“, erklärte Klaus Hellmich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Actebis-Gruppe. „Wir haben die Chance, in Europa zur Nummer eins unter den Distributoren zu werden.“
Fusioniert katapultieren sich Also und Actebis aktuell auf Platz drei im Distributoren-Ranking.
Bei der Profitabilität sehen sich beide Unternehmen verglichen mit den beiden Mitbewerbern Ingram Micro und Tech Data allerdings bereits auf dem zweiten Platz.
Sofern der Zusammenschluss tatsächlich zustandekommt, ist offenbar geplant weitere Distributoren zuzukaufen. Hellmich wiegelte zwar an dieser Stelle ab: „Ehe wir darüber spekulieren, müssen zunächst einmal den ersten Schritt tun und diese Fusion umsetzen.“

Doch Also-Konzernleitungsvorsitzender Thomas Weissmann machte auch klar: „Es ist wichtig, in Europa ein europäisches Gegengewicht zu den in amerikanischer Hand befindlichen Distributoren – Ingram Micro und Tech Data – zu schaffen. Der geplante Zusammenschluss von Actebis und Also wird den Abstand der Top-Drei-Distributoren in Europa zu den folgenden Distributoren enorm vergrößern. Wir gehen davon aus, dass europäische Firmen ein größeres Interesse haben, sich mit einem europäischen Partnern zusammenzutun.“
Ehe die Fusion unter Dach und Fach gebracht werden kann, stehen noch die Zustimmung der Kartellbehörden, der Also-Aktionäre bei der außerordentlichen Generalversammlung sowie verschiedene Genehmigungen der betroffenen Unternehmen selbst aus. Ziel ist es, die Zusammenlegung noch vor Jahresende abzuschließen. Wie die Transaktion im Detail vonstatten gehen soll, ist aktuell noch nicht klar. Fest steht, dass kein Cash fließen wird.
Eigentümer-Verhältnisse
Aktuell hält die Schindler Holding AG 65 Prozent der Also-Anteile. Der Rest der Anteile ist im Free Flow. Die Droege International Group ist hundertprozentiger Eigner der Actebis Gruppe, zu der neben den Landesgesellschaften der Actebis Peacock und Actebis auch der TK-Distributor NT plus gehört. Beide Muttergesellschaften wollen auch nach der Fusion Aktionäre bleiben.
Droege wird am neuen Unternehmen Hauptaktionär werden, Schindler etwa 33 Prozent der Anteile halten. Es sei aber auch denkbar, „dass künftig ein weiterer Partner hinzustoßen könnte“, so Schindler.
Wie sich die geplante Fusion hierzulande auswirken soll, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
(ID:2046653)