Studie von Sage Mittelstand kann Millionen durch KI einsparen

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Eine umfangreiche Studie von Sage rechnet vor, was neue Technologien den kleinen und mittleren Unternehmen bringen könnten. Insbesondere die künstliche Intelligenz könne ihnen viel Arbeit abnehmen und für Einsparungen sorgen.

Durch eine bessere Nutzung von Technologie könnte die europäische Wirtschaftsleistung um jährlich 628 Milliarden Euro steigen. (Bild:  frei lizenziert, stevepb / Pixabay)
Durch eine bessere Nutzung von Technologie könnte die europäische Wirtschaftsleistung um jährlich 628 Milliarden Euro steigen.
(Bild: frei lizenziert, stevepb / Pixabay)

Durch eine bessere Nutzung von Technologie könnte die europäische Wirtschaftsleistung um jährlich 628 Milliarden Euro steigen. Das erklärte ERP-Experte Sage im Rahmen der „Europäischen KMU-Woche“ gestützt auf eine neue Studie mit dem Titel „Empowering SMEs in the Digital Decade“, für die 15.000 KMU in 15 europäischen Ländern kontaktiert worden seien. Zugleich appellierte Sage an die politischen Entscheidungsträger ein technologiefreundliches Umfeld für kleine und mittlere Unternehmen zu schaffen und die Digitalisierung verstärkt zu fördern, damit dieser Motor der Transformation nicht ins Stottern gerät.

Enorme Herausforderungen für KMU

Zwar hätten KMU in Europa im ersten Quartal des Jahres die europäische Gesamtwirtschaft leicht übertroffen, trotzdem würden jedoch viele Unternehmen – selbst diejenigen, die einen deutlichen Gewinnanstieg melden –, von „enormen Herausforderungen“ berichten. Die Untersuchungen zeigten, dass die Unternehmen den Rückgang der Verbraucherausgaben, das Cashflow-Management und die gestiegenen Lohnkosten als Haupthindernisse für das Wachstum wahrnehmen.

Aaron Harris, CTO bei Sage(Bild:  Sage)
Aaron Harris, CTO bei Sage
(Bild: Sage)

Es sei klar, dass die große Mehrheit der KMU ihre digitalen Ambitionen ausbauen wollten, weil sie viel Sinn in der Einführung digitaler Technologien erkennen können. 80 Prozent von ihnen sagten, dass Technologie wichtig für das Erreichen von Geschäftszielen ist, insbesondere für Umsatzsteigerung (89 %) und Kostensenkung (85 %). Für 80 Prozent kann eine Neugründung nicht ohne Technologie erfolgen, für 81 Prozent hängt das Überleben, und für 85 das Wachstum ihrer Firma davon ab. 88 Prozent der KMU gaben an, dass sie mittels digitaler Technologie Zeit sparen und effizient arbeiten können. 83 Prozent sehen digitale Technologie als wichtig für den Verkauf von mehr Produkten und Dienstleistungen.

Vorschläge für die Politik

Der Bericht von Sage enthält auch politische Vorschläge, damit das ehrgeizige Programm der EU für die digitale Dekade – das die bis 2030 zu erreichenden Digitalisierungsziele festlegt – auf Kurs bleiben könne. Alle Empfehlungen spiegeln die Notwendigkeit wider, die 25 Millionen KMU in Europa – die 99 Prozent aller Unternehmen und zwei Drittel aller Arbeitsplätze im Privatsektor ausmachen – in den Mittelpunkt des digitalen Wandels in der EU zu stellen. Unter anderem müsse die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung (E-Invoicing) sowie von digitalen Identitäten beschleunigt werden. Und nicht zuletzt die wecke viele Hoffnungen. Die dürften sich sogar erfüllen, so Aaron Harris, Chief Technology Officer bei Sage:

„Wenn es um die Auswirkungen generativer KI auf KMUs geht, wird 2024 ein stärkerer Fokus auf die Entwicklung vertrauenswürdiger Technologien zur Lösung echter Kundenprobleme gelegt werden. Large Language Models (LLMs) und digitale Assistenten werden die Art und Weise, wie Menschen mit Software interagieren, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben grundlegend verändern“, erklärte Harris.

„Voraussetzung dafür ist, dass die Menschen der Technologie vertrauen können und zuversichtlich sind, dass diese eine Aufgabe sicher und kompetent erledigt. Deshalb müssen die Menschen, die mit der Entwicklung von KI betraut sind, und diejenigen, die sie nutzen, heute mehr denn je Hand in Hand arbeiten, um sicherzustellen, dass KI ihr Potenzial voll ausschöpfen kann.“

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