IT-Executive-Summit 2026 Krisenmodus als Chance: Warum Europas IT-Branche optimistisch in die Zukunft blickt

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

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Speicherkrise, Energiekrise, Geopolitik – die Liste der Herausforderungen ist lang. Doch statt Verzweiflung herrscht Aufbruchstimmung: Beim IT-Executive-Summit diskutierten Branchenlenker, wie Digitale Souveränität, KI und Defense der europäischen IT-Industrie Chancen eröffnen.

Die Teilnehmer des 22. IT-Executive Summits, der im Telegraphenamt in Berlin stattfand.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Die Teilnehmer des 22. IT-Executive Summits, der im Telegraphenamt in Berlin stattfand.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Man könnte zweifeln. Angesichts von Speicherkrise, Energiekrise, geopolitischer Krise und Wirtschaftskrise.

Man könnte verzweifeln. Angesichts des Tempos und der vielen neuen Themen: Digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Defense.

Doch all dies birgt unglaublich viele Chancen für die IT-Branche. Und genau über diese wurde ausgiebig auf dem IT-Executive-Summit der Vogel IT-Akademie in Berlin diskutiert. Fast.Safe.Sovereign. Europas IT am Wendepunkt lautete das Motto.

IT-Executive Summit 2026
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Defense und Cybersecurity: Die mentale Zeitenwende ist geschafft

Und einen Wendepunkt stellen diese Zeiten in vielerlei Hinsicht dar. Einer davon ist sicherlich die Neubewertung des Themas Defense. Nicht nur im militärischen Kontext, sondern eben gerade auch im zivilen und gesellschaftlichen Rahmen. Frank Sauer, Head of Research des Metis Instituts, sieht hier sogar bereits Fortschritte. Denn die „mentale Zeitenwende“ sei geschafft und der europäische Markt mit seinen 450 Millionen Menschen groß genug, um hier Innovation rentabel zu machen. Ohnehin werden mit Blick auf die nächste Dekade in Cybersecurity, digitale Infrastruktur, Quantencomputing, Künstliche Intelligenz und Robotik enorme Investitionen fließen, will man Deutschland und Europa hier so positionieren, dass sie im geopolitischen Kräftemessen nicht zerrieben werden. Dessen ist sich Prof. Dr. Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, sicher.

Digitale Souveränität als Chance für europäische Cloud- und Software-Anbieter

Einen weiteren Wendepunkt stellt die Digitale Souveränität dar, die dafür sorgt, dass bestehende Lösungen beim Endkunden hinterfragt und die Portfolios der Dienstleister neu gestaltet werden. Das könnte im Idealfall gar einen Boom für deutsche und europäische Anbieter von Cloud-Diensten, Software-Lösungen und die ein oder andere Hardware auslösen. Denn wichtig sei auch hier, sich unabhängiger zu machen um im Zweifelsfall handlungsfähig bleiben zu können.

KI: Vom Fachkräftemangel zu automatisierten Lösungen

Und dann ist da noch die KI. Diese hat bereits für eine Wende gesorgt. Vom Fachkräftemangel hin zu mehr automatisierten Lösungen. Ein Wandel, der Endkunden und Dienstleister gleichermaßen betrifft und auch ein Wandel, beim dem noch nicht sicher ist, welche Auswirkungen er auf Geschäfts- und Erlösmodelle haben wird. Abgesehen davon, bietet die Branche auf jeden Fall das Knowhow, das Kunden benötigen, um in der KI-Welt Orientierung zu finden. Angesichts dieser Themen-Vielfalt und einer enormen Veränderungsgeschwindigkeit stellt Dr. Gunnar Schomaker, fest, dass „die Anzahl der Veränderungen zu viel für zwei Hände ist. Man müsste Tausendfüßler sein.“ Umso wichtiger, das Ziel klar zu definieren, Bewährtes beizubehalten, aber eben auch Neues zu entwickeln, so ein mögliches Rezept.

In den Diskussionsrunden wurde unter den Teilnehmern intensiv diskutiert und sich ausgetauscht. Es war zu spüren, wie all diese Themen die Lenker der IT-Branche umtreiben und beschäftigen. Greifbar war aber auch der Optimismus und die Begeisterung, all diese Herausforderungen und Innovationen in den Markt zu tragen und daraus die Zukunft zu gestalten.

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